März 2019
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Monatsbrief März


Der kurze Monat Februar hat uns viel frühlingshaftes Wetter gebracht, sodass die Bienen ihre ersten Ausflüge machen und bereits mit dem Brutbau beginnen. Auch die Pflanzen haben sich schnell an die warme Witterung gewöhnt und die ersten Knospen sprießen, starke Fröste wünschen wir uns aus diesem Grund nicht mehr. Unsere Rinder durften das sonnige Wetter auf den Wiesen am Hof genießen. Die Milchkühe haben in dieser Zeit die Herbstzwischenfrucht ein letztes mal beweidet. Den Raps hatten die Kühe im Herbst als Portionsweide gefressen, das gut nachgewachsene Gras in der Mischung brachte jetzt noch ein paar Weidemalzeiten. Auf diesem Acker hinter dem Kuhstall werden wir ein Hafer- Sommergersten-Gemenge anbauen. Um ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, haben wir bereits Mist darauf gefahren.

Auf dem bereits heranwachsenden Dinkelgetreide wollen wir Gülle fahren, um den Pflanzen einen schnelleren Start in die Entwicklung zu geben. Bisher ist uns das trotz sonnigem, trockenem Wetter auf nur einer Fläche geglückt, auf den anderen war der Boden nach unserer Ansicht noch zu nass, um ihn mit dem Trecker und dem Güllefass befahren zu können. Als biologisch wirtschaftender Bauer ist die Vermeidung von Bodenschäden (z.B. Befahren bei nassem Boden oder mit zu schweren Lasten) grundsätzlich von großer Bedeutung, denn der Organismus Boden kann nur mit vielen kleinen Hohlräumen gut arbeiten und uns auf natürliche Weise Nähstoffe für unsere Pflanzen zur Verfügung  stellen.

Um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der vielen Lebewesen in unserem Boden zu unterstützen, sind wir in diesem Jahr auf 14 ha mit dem Kalkstreuer unterwegs gewesen. Die untersuchten Bodenproben haben uns auf diesen Flächen gezeigt, dass eine Erhöhung des pH-Wertes nötig ist und somit wurde je Hektar eine Tonne Kalk ausgebracht. Zusätzlich zur Kalkung haben wir in diesem Jahr erstmalig einen Versuch mit Schwefeldüngung gemacht. Da Schwefel durch die modernen Filtertechniken der Großindustrien kaum noch im Regen („saurer Regen“) enthalten ist, kann ein Mangel dieses Nährstoffes im Boden entstehen. Ein Fensterversuch (Nicht die gesamte Fläche wurde gedüngt, es gibt Lücken in der Fläche, die als Vergleich frei gelassen wurden) soll uns zeigen, ob Veränderungen im Aufwuchs zu erkennen sind. Da Schwefel nicht zu den Hauptnährstoffen gehört, können sich schon kleine Gaben positiv auf die Nährstoffausnutzung der Pflanzen auswirken. Wir sind gespannt.

Das erste Sommergetreide ist gesät. Wir konnten den Acker für das Hafer- Sommergerste- Gemenge  pflügen und eggen und bei T-Shirtwetter im Februar die Saat ausbringen. Jetzt können wir gern etwas leichten Regen gebrauchen, denn auch wenn viele Flächen noch nicht befahrbar sind, so waren die Niederschläge (35 l) im Februar ungleichmäßig verteilt. Auch unsere Frühkartoffeln sind gelegt und mit Folie zugedeckt; gewappnet, die wärmenden Sonnenstrahlen zu sammeln und geschützt vor kühlen Nächten. Um den Frühkartoffeln Platz zu machen auf dem Feld, musste der Grünkohl komplett abgeerntet werden und diese Saison ist somit beendet. An den ungemütlicheren (kalt und windig) Tagen haben wir die Zeit mit Maschinenreparaturen und Aufräumarbeiten im Holz verbracht. Um ausreichend Pflanzgut für die neue Kartoffelsaison zu gewinnen, sortieren wir gerade die letzte Ernte komplett durch, um die nicht verkaufsfähigen Knollen als Mutterknollen auspflanzen zu können. Meist sind die Pflanzen im ersten Jahr des Nachbaus gesund und stark. Bei mehrjähriger Weiterverwendung nehmen die gesundheitlichen Probleme zu, sodass der Einsatz von Z-Pflanzgut (zertifiziertes, vermehrtes Pflanzgut aus der Zucht) sinnvoll ist. Aufgrund eines zusätzlichen Versuches der Landwirtschaftskammer, die das Pflanzgut für alle Versuche zentral ordern, ist die Restfläche kleiner. Neben den sortierten kommt nur noch ein kleiner Teil Z- Pflanzgut zum Einsatz.

Im Garten haben die Erdarbeiten begonnen und die Saat für die neue Saison wird geplant.

Wir wünschen Ihnen einen zwitschernden März!

Ihre Familie Vollmer

 

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