Mai 2016
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Monatsbrief Mai

 

Der Mai hat angefangen und wir freuen uns auf einen wonnigen Monat.

In den letzten Wochen ist wieder einiges auf unserem Hof passiert. Die Jährlingsrinder wurden ebenso wie die Halbjährlinge auf die Weide gebracht. Dort können sie jetzt nach Belieben grasen. Die kleineren Tiere mussten wir von der Streuobstwiese in die nächste Weide transportieren, da ihr Hunger größer ist als sie selbst. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die jüngsten Rinder erst einmal in Hofnähe weiden zu lassen. Dort haben wir sie im Blick, und sie können sich an die Zäune und ggf. die Tränken gewöhnen.

Vor 2 Wochen konnten wir bei sonnigem Wetter unsere Kartoffeln legen. Da wir auch in diesem Jahr wieder einen Sortenversuch der Landwirtschaftskammer mit 24 unterschiedlichen Sorten angelegt haben, mussten wieder viele aufmerksame Helfer auf der Legemaschine sitzen. Zum Glück haben es so viele Helfer geschafft, sich für einige oder viele Stunden an diesem Tag Zeit frei zu räumen, damit die Arbeit geschafft wurde- Danke dafür. Unsere Frühkartoffeln stehen mittlerweile schön auf dem Acker. Sie mussten in der letzten Woche gestriegelt und später wieder angehäufelt werden, damit die Unkräuter zwischen den Pflanzen ausgerissen werden. Um eine  Bearbeitung in diesen Kartoffelreihen machen zu können, musste natürlich erst einmal die Folie das beiseite gezogen, später Flies übergezogen werden. Diese Arbeit mussten wir in den letzten Wochen häufiger verrichten, aber nicht weil wir mit dem Traktor durch die Reihen fahren wollten, sondern weil der Wind so stark war, dass das Vlies regelmäßig beiseite geweht wurde.

Auf anderen Flächen konnten wir unseren Sommerweizen sähen. Seither ist der Bauer regelmäßig damit beschäftigt, die Krähen und Tauben zu verjagen, die sich mit viel Hingabe an den leckeren Körnern stärken. Mehrmals täglich werden die Flächen angefahren, um mit dem Geräusch der Schreckschussanlage die Vögel zu verscheuchen. Auf einer Fläche hatten die Krähen im Winter derart viel Dinkelsamen vom Acker gepickt, das wir uns in diesem Frühjahr Sommerdinkelsaatgut besorgen mussten, um die Fläche neu zu bestellen. Bei Sommergetreide gibt es keine 2. Chance, drum passen wir hier besonders auf. Der Dinkel ist für uns eine wichtige Kultur, da unsere Bäckerei Bussmann regen Bedarf daran hat. Deshalb sind wir in den letzten Wochen schon zweimal mit kleinen Güllemengen (25 m³/ha) in die Bestände gefahren. Die Düngung soll die Kultur stärken. Durch die recht langanhaltende kalte Witterung reichte eine Güllegabe nicht aus. Bei warmen Wetter kann der Stickstoff auch aus dem Boden mineralisiert werden. Das heißt durch die Wärme werden die Bodenlebewesen aktiv und bauen die Nährstoffe im Boden passend um, damit sie für die Pflanzen umsetzbar sind. Bei Kälte im Boden schlafen die Bodenlebewesen zu lange und die Pflanzen bekommen Stress, weil ihnen die Nährstoffe fehlen. Gut sehen kann man es an der Farbe des Getreides, gelb ist Hunger und grün wird versorgt (blau dann schon Überangebot).

Im Mai werden unsere zwei Resteverwerter zum Schlachten gehen, sodass es in Bälde frisches Schweinefleisch und auch Rindfleisch geben wird.

Wir wünschen Ihnen einen wohligen Mai!

Ihre Familie Vollmer

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