Monatsbrief Dezember

Die Bäume stehen mittlerweile kahl, Frost, Regen und Wind haben dabei geholfen.
Und so kahl sind bald auch unsere Rinderwiesen. Die Jungtiere haben wir aus Güterloh wieder in unsere Nähe geholt, um die kleinen Weideflächen noch einmal abgrasen zu lassen. Die ersten 2 zweijährigen Jungtiere stehen bereits im Stall, eine davon hat bereits ihr erstes Kälbchen zur Welt gebracht. Eine schöne, unkomplizierte Nachtgeburt, wie aus dem Bilderbuch.
Der letzte Raps ist bereits verfüttert, sodass wir auf unserer diesjährigen Kartoffelfläche nach der Zwischenfrucht noch Roggen einsäen konnten.
Im Kuhstall haben wir noch einmal Platz gemacht vor der langen Winterzeit und die Liegefläche entmistet. Den humusaufbauenden Dünger haben wir nun statt der Gülle, die aufgrund der gemessenen schlechten Grundwasserqualitäten in Rheda-Wiedenbrück nicht mehr auszubringen war, auf unserem Grünland verteilt. Damit die Wirkung des Langzeitdüngers im Frühjahr zum Tragen kommen kann, musste die Gabe jetzt vor der Düngesperrfrist geschehen und nicht bei Frost im Januar. Die Zeit bis zum Frühjahr wäre dann zu kurz, um den Mist durch Regenwürmer und Co. umsetzen zu lassen. Die nicht ausgebrachte Gülle musste dafür vom Kuhstall in die neue Grube umziehen, da die 283 l Regen im Herbst schon so viel Flüssigkeit gebracht haben, dass die Kuhstallgrube voll war. Bei der großen unüberdachten Fläche in Kuh- und Rinderstall ist der Wasseranteil der Gülle sehr beträchtlich und damit die Gehalte des Düngers sehr gering.
Im gesamten Jahr (ohne Dezember) hat es fast 750 l Niederschlag gegeben. Das entspricht tatsächlich der Menge, die wir im Durchschnitt aller Jahre bekommen haben. Die Verteilung des Wassers ist allerdings sehr interessant. Während es in den Wintermonaten gute Niederschläge gab, waren gerade in der Wachstumsperiode von April bis August nur kleine Regenmengen zu verzeichnen, die die tägliche Verdunstungsrate nicht ausgleichen konnte. So hat es für die Pflanzen doch erheblichen Trockenstress gegeben und die Erträge waren dadurch geringer.
Wie in jedem Monat haben wir auch im November einige Zeit am Kartoffelsortierband verbracht. Es beginnt wieder die Zeit, in der die frostfreien Zeitfenster für diese Arbeit genutzt werden müssen, damit die Knollen keinen Schaden nehmen und sich geschmacklich nicht verändern. Nicht nur den Kartoffeln wird es jetzt kalt, auch der/die Sortierer/-in muss sich warm anziehen, damit kein Frostschaden entsteht 😉. Auch in diesem Jahr steht auf unserem Hof ein Bioland Weihnachtsbaum aus Lippstadt. Der Kollege bietet neben seinem Verkauf an der Schonung in diesem Jahr auch viele Stände in unserer Umgebung an. Bei Interesse schauen Sie auf seiner Internetseite (www.mein-nordmann.de) nach!
Um Ihnen auch in der Weihnachtswoche eine Möglichkeit zur Bestellung und zum Einkauf geben, werden wir die Verkaufs- und Lieferzeiten um einen Tag vorverschieben. Eine detaillierte Aufstellung der Zeiten wird noch folgen.
Wir wünschen Ihnen einen gemütlichen Dezember! Ein frohes Weihnachtsfest und einen glücklichen Start ins Jahr 2020!

Ihr Vollmer Team                                 (selbstgemachte Hamburger auf Grassilageballen)

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