Mai 2019
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Monatsbrief Mai

Nun sind wir wieder im Mai angekommen, merken tut man davon wenig.

35mm Regen sind im April gefallen, 100 oder mehr wären schön gewesen.

Momentan schlagen die Eisheiligen zu, die Frühkartoffeln ohne Flies sind stark zurückgefroren und werden kaum Ertrag bringen. Unter dem schützendem Flies sind die Pflanzen zum Glück nur leicht frostgeschädigt.     Die „normalen“ Kartoffeln haben wir gelegt. Diesmal war es ein Kraftakt, da neben dem normalen Sortenversuch (22 Sorten) auch noch ein Düngungsversuch dazugekommen ist. 1 Tag brauchten wir für die Vorbereitung: Ausmessen, Markieren und Kartieren.

Dann kam die Landwirtschaftskammer zum Düngen mit 10 verschiedenen Düngervarianten. Danach haben wir alles vorsichtig eingearbeitet, um es anschließend wieder zu markieren. Tags drauf wurden alle Versuche und unsere hofeigenen Kartoffeln gelegt.

 Bei der Kälte jetzt haben wir sie noch einmal mit Erde bedeckt, um sie vor Frost zu schützen. Zusätzlich wirkt diese mechanische Bodenbearbeitung gegen aufkeimendes Unkraut, denn es wird einmal zugeschüttet.  Sobald es wärmer wird, striegeln wir kräftig, die Erde rutscht den Damm wieder herunter und die Kartoffelkeime gucken in die Sonne!? und können deren Energie nutzen… Den Düngungsversuch sehen wir persönlich zwiespältig, denn wir kommen mit unserem Mist und der Gülle unserer Tiere aus. Die restliche Bodengütebelebung muss der Fruchtwechsel machen. Wir füttern den Boden, nicht die einzelnen Kulturen. Um Nährstoffe für die Kartoffeln auf dem Acker anzureichern wird im Sommer zuvor Mist gefahren und eine Zwischenfrucht ausgesät, die dann im Frühjahr als organische Masse in den Boden eingearbeitet wird und durch die tüchtige Arbeit der vielfältigen Bodenlebewesen zu pflanzennutzbaren Nährstoffen umgewandelt wird. Diese Art der Düngung beruht auf dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Lebensformen und ist nicht auf ein Jahr begrenzt, sondern entfaltet seine Wirkung langanhaltend und hilft die Bodengüte zu verbessern.          Wir haben das 1. Grasgemenge (40 Ballen) geerntet, eine schnellwachsende Zwischenfrucht, die im Herbst nach der Getreideernte gesät wurde. Danach soll dort unser Mais wachsen. Ein wenig Erde von unserem Bauaushub haben wir auch noch auf den Flächen verteilt (der Lehmanteil speichert vielleicht noch ein wenig mehr Feuchtigkeit).

Unser Getreide haben wir gestriegelt und auf einigen Flächen haben wir noch Gülle ausgebracht. Länger hätten wir damit nicht warten können, denn die Pflanzen waren schon recht lang und richten sich dann schwieriger zum weiter wachsen wieder auf. Zuvor war es aber einfach zu nass oder heiß ohne Regenaussicht.

Mittlerweile sind alle Rinder draußen auf den Weiden und versorgen sich selbst.

Im Garten und auf dem Gemüseacker sprießt alles. Hier hacken wir fleißig das Unkraut weg.

Wir wünschen Ihnen einen wohligen Mai!

Ihr Vollmer Team

Der 3. Monat war wettertechnisch eher feucht, was erstmal nicht verkehrt ist, da die Pflanzen bei steigenden Temperaturen anfangen zu wachsen und dazu ausreichend Wasser benötigen.

Da der Bauer im Märzen die Rösslein anspannt, also mit Ackerarbeiten anfangen will, standen wir ein wenig in Lauerstellung und warteten. In der Zeit sortierten wir Kartoffeln. Zu kleine, grüne oder sonst nicht verkaufsfähige Knollen, die so aber gesund sind, werden wir in diesem Jahr als Pflanzkartoffeln nutzen. Damit sie ausreichend vorkeimen können, müssen sie nun kistenweise aufgestellt werden, um Sonne und Wärme zu tanken und damit schneller im Boden weiterwachsen könne. Das zugekaufte zertifizierte Pflanzgut ist sehr knapp, damit teuer, aber die Qualität eher schlecht. Dann können wir auch mit unseren Kartoffeln arbeiten.

Sonst war im Büro auch was zu tun. Der Nährstoffvergleich musste noch fertiggestellt werden. Diesen müssen die meisten landwirtschaftlichen Betriebe machen.  In diesem wird der Input in Form von Futter und Dünger, dem Output, Tierverkäufe, Nahrungsmittel und Milch gegenübergestellt. Am Ende kommt eine Differenz an Nährstoffen (Stickstoff, bekannter als Nitrat; und Phosphor) heraus. Werden Obergrenzen überschritten, muss Dünger (meistens Gülle) verkauft werden, sodass Flächen nicht zu viel belastet werden. Durch die EU kommt es hier nun zu einer Verschärfung zum Schutz des Grundwassers. In den Medien hört man gerade einiges davon, da sich die moderne Landwirtschaft bisher über diesen Zusammenhäng wenig Gedanken gemacht hat und jetzt viel Mühe und Aufwand erbringen muss, ein System, das auf den übermäßigen Eintrag von Nährstoffen (v.a. durch zugekaufte Futtermittel aus fernen Ländern der Welt) beruht, wieder an natürliche Gegebenheiten anzupassen. Unser Ergebnis ist seit Jahrzehnten beständig negativ… (rein rechnerisch entnehmen wir mehr als wir reinstecken- aber der Boden ist lebendig und Nährstoffe werden auch mobilisert). 

    Zusätzlich zum Stroh streuen wir im Stall ein wenig Steinmehl ein, um durch den hohen Siliziumgehalt Gase im Mist besser zu binden und auf dem Acker das Wurzelwachstum zu unterstützen. Dieses Jahr baut der Steinbruch um und wir bekamen keines mehr. Nach Ersatz suchend hat dies auch einiges an Zeit gekostet.

In den trockenen Stunden haben wir Wasserleitungen im Boden verlegt. Von und zum neugebauten Güllebehälter- der wegen der 2-Teiligkeit zu 3/5 als Regenwasserspeicher genutzt werden kann- hin zum Garten, um die Bewässerung grundwassersparsamer zu gestalten. 

Zum Ende des Monats konnten wir dann anfangen zu ackern. Eine Fläche konnten wir mit Hafer –Sommergerste – Getreidegemenge säen (unser einziges Kuhkraftfutter). Ein Acker für Sommergerste steht nun noch aus.

Den Kartoffelacker konnten wir schon umpflügen. Nun können die Bodentiere die abgestorbenen Zwischenfruchtpflanzenteile umbauen und die Nährstoffe pflanzenverfügbar machen. Die Frühkartoffeln haben sich unter der Folie gut entwickelt und schauen bereits aus der Erde. Die Landwirtschaftskammer NRW plant auch in diesem Jahr zwei Versuche auf dem Acker, diese können nun vorbereitet werden.                                                            

Im Garten ist der Boden vorbereitet und zum Teil schon mit Spinat und Spitzkohl gesät, die Zwiebeln sind gesteckt und die ersten Zucchini gelegt.

Weitere Kuhweidenzäune haben wir inspiziert und nach und nach kommen die Kühe auf diese Flächen. Dadurch werden die Grasspitzen abgefressen, das Gras schießt nicht und wird dichter, da es neue Halme schiebt.  Die Schnittflächen wurden gestriegelt. Dadurch wird Moos losgerissen, Maulwurfhaufen eingeebnet und der Boden bei Pflanzenlücken (Dürre) gelockert, sodass die gleichzeitig ausgesäten Grassamen Bodenkontakt haben.

Auch die kleinen Rinder sind stundenweise auf der Weide, zum angewöhnen.

Unsere Käuze hören wir im Moment nicht nur rufen, sondern ab und an sehen wir sie auch. Die Jungtiere sind noch nicht so flugsicher, darum sitzen sie schon einmal, wie hier zu sehen, im Rinderstall.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben einen blühenden April und ein gesegnetes, fröhliches Osterfest!

Ihr Familie VollmerTeam

 

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