August 2016
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Monatsbrief August

Ein wechselhafter Erntemonat liegt hinter uns

Wir haben mit viel Glück und Unruhe unser letztes Getreide ernten können. Das wechselhafte, feuchte Wetter machte uns und anderen Kollegen die Ernter schwer planbar und damit wird die Arbeit auf dem Feld ein Wettlauf mit der Zeit, bevor der nächste Regen kommt.

Auch in diesem Jahr heißt es für uns, dass Getreide muss nachgetrocknet werden, damit es lagerfähig ist und bis ins nächte Jahr gebrauchsfähig bleibt und sich keine Schädlinge im Lager einnisten können. Über die Erntemenge können wir uns nicht beklagen. Einige Bestände waren etwas dürftig, womit wir auf Grund des erhöhten Unkrautdrucks gerechnet haben, anderen vielen dafür sehr gut aus.

In einigen Regentagen konnten wir Gülle und Mist für die nächsten Hauptkulturen oder auch Zwischenfrüchte  auf die Felder fahren. Die Lager für Mist und Gülle müssen auch im Sommer bzw. Herbst einmal geleert werden, damit ausreichend Platz für den langen Winter vorhanden ist, in dem nicht jederzeit Dünger ausgebracht werden kann und darf.

Nach der Getreideernte, die sich seit Anfang Juli hinzog, haben wir auf den Feldern gegrubbert, danach geeggt, um jetzt bereits die ersten Zwischenfrüchte einzusäen. Der Raps und Ölrettich soll die Nährstoffe, die noch frei im Boden verfügbar sind, bzw. nach der Bearbeitung erneut frei wurden, binden. Nährstoffe, die ungenutzt auf der Fläche verbleiben, werden mit der Zeit in tiefere Schichten ausgespühlt, reichern sich ggf. im Grundwasser an und sind für das Pflanzenwachstum verloren. Das zu verhindern ist für Biolandwirte sehr wichtig, denn Dünger ist ein kostbares Gut.

Zur Getreideernte gehört auf unserem Hof, wie jedes Jahr, auch die Strohernte. Die gelben Stängel brauchen wir im Herbst und Winter als Einstreu in den Ställen. Daher ist es für uns wichtig, gutes, trockenes Stroh zu pressen und einzulagern, damit sich auch hier keine Pilze breit machen, die in der Einstreu von Milchkühen und Kälbern nichts zu suchen haben. Das letzte Stroh liegt noch auf den Flächen und wartet auf eine gute Wetterphase. Den erste Teil haben wir bereits gut unter Dach bekommen.

Auch die Kleegras- und Wiesenflächen konnten wir zum 3. Mal schneiden, um Winterfutter in Form von Silageballen nach Hause zu fahren.

Auch um unsere Rinder müssen wir uns kümmern. Auf einer 2,8 ha großen Wiese haben wir in diesem Jahr 10 Jährlinge laufen, die durch ein Brunnenloch an Wasser gelangen können. Leider ist es technisch sehr aufwendig, ein Selbsttränesystem dort zu bauen, sodass an jedem Tag das Wasser von Hand in eine Wanne gepumpt werden muss. Auf anderen Wiesen mussten Rinder umgetrieben werden, damit sie weiterhin ausreichend Futtergras haben.

Auf dem Kartoffelacker geht die Ernte auch weiter. Je nach Zeit und Möglichkeit werden jetzt regelmäßig Großkisten vollgesammelt und nach Hause transportiert. Im Garten wir die Ernte zur Zeit ruhiger. Die Zucchini wachsen gut, die Rote Bete ist erntefrisch und auch der Mangold steht noch zum schneiden bereit. Die Zwiebeln sind bereits geerntet und liegen zum Trocknen ausgebreitet, um Fäulnis zu verhindern.

In einigen Tagen werden die Mirabellen auf den Bäumen und auch die ersten Äpfel reif sein.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen August!

Ihre Familie Vollmer

 

 

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