Hofbrief Dezember 2022

Nun geht ein weiteres Jahr dem Ende zu, die Adventszeit kündigt den herannahenden Winter an und unsere tägliche Arbeit findet zunehmend mehrheitlich auf der Hofstelle statt. Wie im gesamten Jahr werden regelmäßig Kartoffeln sortiert. Im Spätherbst und Winter ist selbst diese Arbeit eine logistische Herausforderung, denn die leckeren Knollen mögen es nicht kälter als 4°C, sonst werden sie zur Süßigkeit oder bei frostigen Temperaturen zu Brei. Beide Varianten sind nicht wünschenswert, daher müssen die Arbeitszeiten mit Bedacht gewählt werden. Neben der täglichen Stallarbeit, die sich bisher noch immer auf die Versorgung der Milchkühe und der Kälber beschränkt, müssen die Rinder, die noch immer auf grünen Weiden grasen können, regelmäßig begutachtet, mit Wasser versorgt und umgetrieben werden. Die Weidezeit geht auch für die Jungtiere dem Ende zu. Mit der nächsten Kältewelle werden sie wohl ihren Stall beziehen müssen und die Zeit, die wir im selbigen verbringen werden, wird sich damit ebenso erhöhen. Der November hat sich von einer bezaubernden Seite gezeigt, sodass wir noch immer Frischgras und Raps im Kuhstall verfüttern können. Natürlich reicht die Menge nicht aus, sodass auch Silomais und Klee- bzw. Wiesengrassilage gefüttert werden. Als Nachttisch freuen sich die „Damen“ über aussortierte Kartoffeln, die auch einer 2. Wahlsortierung nicht standgehalten haben. Nachdem am Ende der Weidesaison viele Kühe nicht mehr gemolken wurden, weil sie kurz vor ihrer Kalbung standen, hat sich die Anzahl der gemolkenen Tiere wieder erhöht, denn die ersten Winterkälber haben das Licht unserer Welt erblickt. Besonders das erste Jungrind, das das Stallleben nun kennenlernen muss, und ihr Kälbchen beglückt die Bauerngemüter. Ein ganz neuer Charakter muss sich jetzt in die Herde integrieren, ein spannender Prozess, der noch einige Zeit beanspruchen wird.

Die trockenen Tage der letzten Wochen konnten wir ganz besonders für das Mistfahren gebrauchen. Unser Ziel, den Kuhstall vor der Wintersaison noch einmal sauber zu machen und den Wiesen und ihren unzähligen Bodenbewohnern Nahrung für die kommende vegetationsarme Zeit zukommen zu lassen, konnte dadurch erreicht werden. Ein gutes Gefühl! Bei einem Rundballen Stroh, der täglich in der Liegefläche der Milchkühe verteilt wird, wächst die Mistmatte in den nächsten Wochen zusehends neu an, sodass wir mit Bedauern auf das Düngeverbot auf frostigen Boden schauen. Denn an Frosttagen war es in der Vergangenheit stets auch möglich Ordnung im Stall zu machen und den Boden der Äcker und Wiesen nicht zu schädigen. Bei feuchten Wetterlagen im Winter, wird diese Arbeit zukünftig nicht mehr bodenschonend möglich sein und somit wird die Bodenfauna noch stärker als Früher Belastungen ausgesetzt sein. Eine neue Gradwanderung, wie so viele bei der Arbeit in und mit der Natur, muss ausgefochten und gestaltet werden. Auf dem Gemüseacker steht noch der Grünkohl. Die Rote Bete ist mittlerweile geerntet und eingelagert. Seit einigen Wochen können wir wieder unser selbstgemachtes Frischsauerkraut anbieten. Es bleibt, am Ende dieses Jahres unseren Dank all jenen auszusprechen, die uns begleitet und unterstützt haben: unsere Auszubildenden, die seit dem Sommer neue Wege gehen; die zahlreichen Waldorfschüler, die ihre Landwirschaftspraktika bei uns absolviert haben und sogar freiwillig wiedergekommen sind; die fleißigen Schüler und Freunde, die immer wieder anpackend zur Seite stehen und unsere treuen und interessierten Kunden, die unsere Arbeit in ihrem Wert steigern.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche und genussvolle Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2023!

                                                                                           Ihre Familie Vollmer

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Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein gesegnetes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2023!

Frische Vorbestellungen für das Weihnachtsfest können gern bis Dienstag, den 20.12. bei uns abgegeben werden. In der Weihnachtswoche und auch am 24.12. sind wir wie gewohnt für Sie da.

Zwischen den Feiertagen (26.12. – 1.1.) macht unser Hofladen, ebenso wie die Abokiste Urlaub!

In der 1. KW starten wir mit neuer Energie wieder durch.

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Öffnungszeiten:

Mittwoch 10 bis 12 Uhr

Freitag 10 bis 18 Uhr

Samstag 10 bis 13 Uhr

Natürlich können Sie uns auch weiterhin Ihren Einkaufszettel zukommen lassen und Ihren Einkauf dann bei uns abholen. Auch am Dienstagnachmittag steht Ihnen diese Möglichkeit weiterhin zur Verfügung.

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