Monatsbrief Februar

Entspannt liegendes Rind! Es fehlt ihr nichts, sie genießt die Ruhe und den Platz im Stall.

Ein eher warmer Januar liegt hinter uns. Bei angenehmen 6°C konnten wir in Berlin gemeinsam mit 27000 Menschen durch die Straßen ziehen und für eine bäuerliche Agrarpolitik werben. Aus diesem Wochenende nehmen wir viel Energie und Mut mit auf unserem Hof, denn wir konnten spüren, dass wir nicht allein für eine bunte, naturorientierte Landwirtschaft arbeiten, sondern gemeinsam mit vielen Kollegen und Verbrauchern.  An dieser Stelle möchten wir auch Ihnen, unseren Kunden, für das Vertrauen und die Unterstützung unserer Arbeit danken. Wir lieben unsere Arbeit, und wenn Ihr Lob über unsere leckeren Kartoffeln, die Milch oder das Fleisch an uns gerichtet wird, so macht es uns einfach doppelt so viel Freude! Unsere Produkte verändern sich im Verlauf des Jahres. Die Kartoffeln kommen langsam in eine Zeit, in der sie weniger lagerstabil sind und schneller in der Küche zu keimen beginnen. Nach einem trockenen Jahr wie dem letztem ist der Reiz zu keimen stärker und früher als in ausgeglichenen Jahren. Neben der ausschließlichen Kühlung der Knollen verzichten wir aber ausdrücklich auf jede Art von keimhemmenden Mitteln, auch Produkte auf Naturbasis kommen bei uns nicht zum Einsatz, damit die natürliche Güte der Knolle nicht beeinträchtigt wird. Es ist allerdings nicht bedenklich, Kartoffeln zu verzehren, die bereits neue Keime schieben. Das Schälen wird zwar unabdingbar, doch der Geschmack der Knollen nimmt mit dem Alter eher zu.       

Auch bei unse-ren Fleischprodukten kommen keine schönheitsfördernden Mittel zum Ein-satz. Weder in Fleisch noch in Wurst werden Nitritpökelsalze oder andere Farbstoffe verwendet, die die bekannte Hellrotfärbung der Produkte ver-ursacht. Die Qualität liegt im Geschmack und der artgerechten und naturnahen Erzeugung. Die Nutzung von Grünland zur Milch- und Fleischerzeugung erhält nachweislich die Vielfalt unserer Umwelt. Ein Ziel, das wir uns als jahrzehntelanges Biolandmitglied nach wie vor auf die Fahnen schreiben.               

  Unsere Milch verändert im Laufe des Jahres je nach der Fütterung der Tiere ihren Geschmack. Gerade in den Umstellungszeiten im Frühjahr und Herbst ist dies deutlich zu schmecken. Eine ganzjährige Fütterung mit frischem Futter ist durch unser Klima bisher nicht möglich, daher sind wir in der Wachstumszeit mit der Konservierung des Winterfutters beschäftigt, was andere Inhaltsstoffe und, durch die Lagerung bedingt, andere Geschmacksstoffe enthält. Was sich allerdings nicht verändert ist die Qualität der Milch selbst. Wir verzichten aus Überzeugung seit vielen Jahren auf den Einsatz von Trockenstellern (Mittel auf der Basis von Antibiotika und auch mechanische Zitzenversiegler kommen bei uns nie zum Einsatz!), welche zu Beginn der Melkpause vor der Geburt in/auf die Zitze gegeben werden. Durch die tägliche Kontrolle und dem schrittweisen Aussetzen des Melkens dieser Tiere wird dasselbe erreicht, die Milch versiegt. Zur Unterstützung der Gesundheit unserer Tiere nehmen wir bei Bedarf naturheilkundliche Möglichkeiten wahr und versorgen die Tiere ganzjährig mit ökologischem Brotdrunk (ein Probiotikum auf der Basis von vergorenem Brot, das vor allem durch seinen Gehalt an Milchsäurebakterien positiv wirkt- haben wir auch im Laden für den Menschen). Zusätzlich ist unseren Kühen und Rindern auch in den Wintermonaten die Möglichkeit gegeben, ihren natürlichen Bedürfnissen nach Bewegung, Licht und gras(silage)reicher Fütterung nachzugehen. Auch Kühe strecken sich gern einmal der Länge nach auf ihrem „Bett“ aus, das sieht ungewöhnlich aus, ist aber bequem. Wir wünschen Ihnen einen gesunden Februar!                     Ihr Vollmer Team

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aktuelle Öffnungszeiten unseres Hofladens

  • Dienstag:   16 bis 18 Uhr
  • Mittwoch:   10 bis 12 Uhr
  • Freitag:      10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr
  • Samstag:   10 bis 12 Uhr
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