Dezember 2016
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Artikel und Nachrichten

Oktober 2016

(Schwarz vom Kartoffelroden)

Nun hat uns der Herst erreicht, die Eicheln und Kastanien fallen von den Bäumen und bis auf das letzte Gemüse im Garten ist auf den Feldern die Ernte gelaufen.

Wir haben unsere Kartoffeln geerntet. Nachdem wir den Sortenversuch der LWK mit vielen, helfenden Händen eingebracht hatten, konnte der Vollernter kommen und die restliche Fläche (ca. ¾ ha) roden. Soviel wir uns über die große Menge an Unkräutern in der Handernte geärgert haben, so froh waren wir in den letzten sehr heißen und trockenen Tagen über die dichte Bodenbedeckung. Die Kartoffeln konnten bis zuletzt unter der dicken Krautdecke im Schatten liegen und blieben möglichst kühl. Kurz bevor der einreihige Roder über die Dämme gefahren ist, haben wir den Pflanzenbewuchs abgeschlägelt, um das Fahren zu erleichern. Geblieben ist, wie auf vielen Äckern, eine große Staubwolke. Der feine Sand kroch in jeden Winkel der Kleidung, sodass am Nachmittag 3 schwarze Gestalten unseren Hof bevölkerten, die erst nach dem Duschen wieder zu erkennen waren.

Unseren Silomais konnten wir ebenfalls gut ernten. Die Trockenheit in diesem Jahr machte diese Ernte sehr angenehm. Der Boden war gut befahrbar. Zum Glück waren die Pflanzen noch feucht genug, um den Mais einzusilieren. Um die oberste Schicht etwas feuchter und vielleicht stabiler in der Haltbarkeit zu machen, haben wir in diesem Jahr Brotdrunk über den Maishaufen verteilt. In 6 Wochen wird das Futter vergoren sein und den Tieren in der Futterration zur Verfügung stehen.

Unseren Zwischenfrüchten machte der fehlende Regen zu schaffen. Hier war das Wachstum gering oder die Samen konnten kaum keimen und Halt finden in dem trockenen Boden. Einen Teil des Rapses bekommen die Kühe als Portionsweide am Abend zur Verfügung. Wenn die nächste Fläche durch den jetztigen Regen noch ausreichend wächst, so werden wir ihn für die Kühe frisch schneiden und in den Stall fahren zum Füttern.

Zur Zeit bekommen die Kühe den überwiegenden Teil ihres Futters im Stall. Auf den Weiden steht kaum ein grüner Halm. Bei uns hat es in den letzten 8 Wochen kaum einen Tropfen Regen gegeben. Die Milchkühe fressen jetzt täglich einen Rundballen vom 1. Schnitt Kleegras aus dem letzten Jahr und zusätzlich ¼ Ballen vom 3. Schnitt, der den größeren Eiweißgehalt in die Ration bringt. Die Milchmenge ist aber gesunken.

Was in den letzten Wochen viel Zeit in Anspruch genommen hat war die Versorgung unserer Rinder. Mittlerweile sind auch diese Weiden leer gefressen und durchweg trocken, auf denen unsere Jungtiere laufen konnten. Jetzt haben wir unsere Kleegrasflächen eingezäunt, damit wir die Tiere nicht einstallen müssen. Der 4. Schnitt wird direkt vom Feld gegrast und steht uns nicht als Winterfutter zur Verfügung. Zusätzlich ist die Bereitstellung des Wassers auf den Weiden in diesem Jahr schwierig. Selbst auf den tiefliegenden Standorten sind mittlerweile die Brunnenlöcher leergetrocknet und wir müssen Wasser vom Hof in Kanistern auf den Weiden verteilen. An dieser Stelle dürfen wir unseren Schülerpraktikanten Titus und Leif ein großes Dankeschön aussprechen, die sich bei dieser Arbeit und vielen anderen bewähren konnten. Auch Sophia müssen wir danken, die nach dem Praktikum immer wieder hier ist uns und unterstützt.

Im Garten haben wir die Hokkaidos geerntet. Die Zucchinipflanzen werden uns in den nächsten Tagen ihre letzten Früchte schenken. Der Mangold wird mit dem Regen noch ein wenig wachsen können.

Nach den Herbstferien wird es wieder frisches Schweine- und Rindfleisch geben. Interessierte dürfen sich zeitnah bei uns melden!

Wir wünschen Ihnen einen bunten Oktober!

            Ihre Familie Vollmer

September 2016

Die Zeit vergeht wie im Fluge und ein neuer Monat hat begonnen.

Wir haben weiterhin auf unseren Getreideflächen die Stoppelbearbeitung durchgeführt. Auf vielen kleinen Flächen mussten wir häufig nicht nur einmal, sondern zwei oder dreimal grubbern oder eggen, damit die aufkeimenden Unkräuter unschädlich gemacht wurden. Erst dann haben wir die Zwischenfrüchte eingesät, die zum Teil aus Raps bestanden, der im Herbst noch als Futter für die Kühe dienen soll. Für das nächste Jahr haben wir die Schnittfutterflächen eingesät, damit wir auch in der nächsten Saison ausreichend Winterfutter zu Verfügung haben. Das Landsberger Gemenge und das Kleegras erfüllen hier ihren Zweck. Da wir auf unserem Kleegrasstandort, ebenso wie bei den Kartoffeln, viele verschiedene Sorten als Versuch anlegen, ist die Saat entsprechend aufwändig. 18 verschiedene Sortenmischungen werden in jeweils 5 m langen Streifen angelegt, um sie später über die verschiedenen Entwicklungsstufen beobachten zu können. (siehe Foto). Es ist interessant zu sehen, welche Sorten im Frühjahr stark auf dem Acker stehen, welche im Herbst bzw. je nach Witterung im Jahr darauf. Daher ist es im Kleegrasanbau von großer Bedeutung, viele unterschiedliche Arten und auch Sorten in der Mischung zu haben, damit sich die Kultur immer passend dicht entwickeln kann und Ungräsern keine Chance bietet. Nur so lässt sich eine gute Futterqualität sicher stellen, damit unsere Kühe aus dem Gras ihre Milch geben können.

Die Betreuung unserer Rinder kostet uns in diesem Jahr ebenfalls einige Zeit . Die tägliche Runde mit dem Rad zu allen Rinderwiesen, um die Tiere, die Zäune und vor  allem die Tränken zu kontrollieren, ist ein Muß. Einer Kälberherde muß das Wasser per Handpumpe täglich bis zu zweimal in ihre Tränkewannen gefüllt werden. Danach ist der Besuch im Fitnesstudio nicht mehr nötig, das Armmuskeltraining perfekt! Nachdem das Wetter uns seine trockene Seite gezeigt hat, war das Umverteilen der Rindergruppen irgendwann nötig, sodass wieder Wiesen geriegelt wurden und die Tiere gefangen und umgefahren werden mussten.

Zusätzlich zur täglichen Arbeit auf dem Hof, Stall, Acker und im Laden waren wir stark mit der Hochzeitsvorbereitung in der Großfamilie beschäftigt.

Für die Kühe holen wir jetzt täglich frisches Gras vom Kleegrasacker. Daher war unser 4. Kleegrasschnitt mit 2,5 ha, nur 1/3 so groß wie der erste Schnitt. Der Rest des Futters wird frisch mit dem Ladewagen in den Kuhstall geholt, um den Futterengpaß auf den Weiden auszugleichen.

 Wir konnten viele Mirabellen von unseren Bäumen holen. Die reife Früchte haben wir zu Marmelade verarbeitet und werden auch im Hofladen angeboten. Die frühen Äpfel haben wir geerntet. Die nächsten kommen jetzt in Reife und müssen bald gepflückt werden. Ebenso, wie die Pflaumen, die erntereif werden. Im Garten reifen die Hokkaidos ab und die ersten Früchte stehen zum Verzehr zur Verfügung. Noch immer wächst unser Mangold und kann regelmäßig beerntet werden. Der Grünkohl freut sich über den kürzlichen Regen, damit er einen Wachstumsstart machen kann und in ein paar Wochen den Eintopf würzen kann.

Wir wünschen Ihnen einen vielseitigen September!

Ihre Familie Vollmer  

August 2016

Ein wechselhafter Erntemonat liegt hinter uns

Wir haben mit viel Glück und Unruhe unser letztes Getreide ernten können. Das wechselhafte, feuchte Wetter machte uns und anderen Kollegen die Ernter schwer planbar und damit wird die Arbeit auf dem Feld ein Wettlauf mit der Zeit, bevor der nächste Regen kommt.

Auch in diesem Jahr heißt es für uns, dass Getreide muss nachgetrocknet werden, damit es lagerfähig ist und bis ins nächte Jahr gebrauchsfähig bleibt und sich keine Schädlinge im Lager einnisten können. Über die Erntemenge können wir uns nicht beklagen. Einige Bestände waren etwas dürftig, womit wir auf Grund des erhöhten Unkrautdrucks gerechnet haben, anderen vielen dafür sehr gut aus.

In einigen Regentagen konnten wir Gülle und Mist für die nächsten Hauptkulturen oder auch Zwischenfrüchte  auf die Felder fahren. Die Lager für Mist und Gülle müssen auch im Sommer bzw. Herbst einmal geleert werden, damit ausreichend Platz für den langen Winter vorhanden ist, in dem nicht jederzeit Dünger ausgebracht werden kann und darf.

Nach der Getreideernte, die sich seit Anfang Juli hinzog, haben wir auf den Feldern gegrubbert, danach geeggt, um jetzt bereits die ersten Zwischenfrüchte einzusäen. Der Raps und Ölrettich soll die Nährstoffe, die noch frei im Boden verfügbar sind, bzw. nach der Bearbeitung erneut frei wurden, binden. Nährstoffe, die ungenutzt auf der Fläche verbleiben, werden mit der Zeit in tiefere Schichten ausgespühlt, reichern sich ggf. im Grundwasser an und sind für das Pflanzenwachstum verloren. Das zu verhindern ist für Biolandwirte sehr wichtig, denn Dünger ist ein kostbares Gut.

Zur Getreideernte gehört auf unserem Hof, wie jedes Jahr, auch die Strohernte. Die gelben Stängel brauchen wir im Herbst und Winter als Einstreu in den Ställen. Daher ist es für uns wichtig, gutes, trockenes Stroh zu pressen und einzulagern, damit sich auch hier keine Pilze breit machen, die in der Einstreu von Milchkühen und Kälbern nichts zu suchen haben. Das letzte Stroh liegt noch auf den Flächen und wartet auf eine gute Wetterphase. Den erste Teil haben wir bereits gut unter Dach bekommen.

Auch die Kleegras- und Wiesenflächen konnten wir zum 3. Mal schneiden, um Winterfutter in Form von Silageballen nach Hause zu fahren.

Auch um unsere Rinder müssen wir uns kümmern. Auf einer 2,8 ha großen Wiese haben wir in diesem Jahr 10 Jährlinge laufen, die durch ein Brunnenloch an Wasser gelangen können. Leider ist es technisch sehr aufwendig, ein Selbsttränesystem dort zu bauen, sodass an jedem Tag das Wasser von Hand in eine Wanne gepumpt werden muss. Auf anderen Wiesen mussten Rinder umgetrieben werden, damit sie weiterhin ausreichend Futtergras haben.

Auf dem Kartoffelacker geht die Ernte auch weiter. Je nach Zeit und Möglichkeit werden jetzt regelmäßig Großkisten vollgesammelt und nach Hause transportiert. Im Garten wir die Ernte zur Zeit ruhiger. Die Zucchini wachsen gut, die Rote Bete ist erntefrisch und auch der Mangold steht noch zum schneiden bereit. Die Zwiebeln sind bereits geerntet und liegen zum Trocknen ausgebreitet, um Fäulnis zu verhindern.

In einigen Tagen werden die Mirabellen auf den Bäumen und auch die ersten Äpfel reif sein.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen August!

Ihre Familie Vollmer

 

 

Juli 2016

(Unser Erbsen-Triticale-Gemenge in der Blüte und in der Reife, wo sich das Unkraut seinen Weg bahnt)

Überlegen müssen wir, wo der Monat geblieben ist, was alles passiert ist:

Der längste Tag liegt schon hinter uns, eigentlich bringt der Monat ein paar mehr heiße Tage, aber wenn man die Situation in anderen Gegenden anguckt, sind wir ganz zufrieden.

Unseren Mais haben wir nur 3 Mal mit der Rollhacke gehackt. Wegen des lehmigen Bodens und der Nässe gab es gar nicht mehrere Zeitfenster zum reagieren.

Regenfreies Heu haben wir noch gemacht und wirklich Glück gehabt mit dem Wetter. Anschließend haben wir dann die Rinder umgetrieben.

Nach 2 bzw. 3 Monaten auf einer Fläche (mit Erweiterungen) sollen die Tiere in eine frische, vorher geschnittene Fläche, um eine Verwurmung der Tiere durch den eigenen Kot zu verhindern. Wir haben nun 2 Gruppen a 5 Tiere auf eine Fläche getrieben, die Biss und Tritt braucht damit die Grasnarbe kurz bleibt (und wie beim Rasen) dicht wird und Unkräuter nicht keimen.

Der Schwerpunkt liegt im Moment auf den Kartoffeln, in mehrfacher Hinsicht:

Wir ernten die Frühkartoffeln ~2 Mal die Woche, der Erdwall wird nur gelockert, dann buddeln wir die frischen Erdäpfel vorsichtig von Hand aus, bevor sie zuhause von Hand sortiert werden (viele schöne Arbeit).

Dann gibt es noch die letztjährigen Kartoffeln, die auch noch sortiert werden (am Sortierband). Die restlichen Kartoffeln des Versuchs entkeimen und füttern wir an die Kühe.

Unter den Eichen steht seit den Ackerarbeiten zum Maislegen unsere (doch schon betagte) Fräse. Ein Lager war defekt und hat zum Ausfall geführt. Reparatur oder neue kaufen?

Wir haben sie dann selber repariert (testen müssen wir sie noch) und hoffen, dass sie nun noch ein paar Jahre ihre Dienste tut.

Im Garten und auf den Acker wächst und gedeiht auch alles prächtig, leider nicht nur die Erbsen und Zucchini und rote Beete und Zwiebeln , sondern auch das Unkraut. Aber auch hier läuft die Ernte an.

Wir wünschen allen  schon mal frohe Ferien und gute Erholung.

Ihre Familie Vollmer

 

 Juni 2016

 

Der Mai- voll mit Arbeit.

Die Agrar- Flächenanträge mussten bis zum 15.5 weg, immer stressig (und immer auf letzten Drücker). Vor ein paar Jahren die Umstellung von Papieranträgen, wo alle Flächen mit bunten Stiften eingekreist werden mussten  unter Angabe der angebauten Frucht hin zu EDV- basierten Anträgen, welche man sich runterladen musste, um sie dann auf dem eigenen PC zu bearbeiten und alles dann online wegschicken musste hin zu diesen Jahr, wo nun die Umstellung auf ein onlinebasiertes Programm gekommen ist. Das heißt, man muss sich einloggen und kann dann die hinterlegten Flächen einzeichnen auf Kartenmaterial. Knackpunkte gab es viele:

-ein neues Programm mit vielen Kinderkrankheiten,

-viele Zugriffe mit Programmabstürzen und damit Datenverlust und noch mal neu anfangen

-hohe Datenmengen in schwachen ländlichen Räumen

Bei der Landwirtschaftskammer  gibt es natürlich die Möglichkeit, sich helfen zu lassen, aber dort waren sie natürlich stark überlastet, da nicht nur die üblichen Landwirte kamen, die immer den Service nutzen, sondern auch die mit schlechter Internetanbindung und weniger guten PC- Kenntnissen. Zum Teil mussten auch dort die Landwirte öfters kommen, denn wenn das Programm eine Störung hat, können auch die Berater nichts machen.

Fazit für uns: Abends arbeiten, wenn die Fachleute Feierabend haben und die Serverzugriffe weniger viele sind.  – Aber wir haben es rechtzeitig geschafft.

Das schönste am Mai sind immer die warmen, länger werdenden Tage mit dem explodierenden Wachstum der Natur, welches wir bei jeder Kultur immer wieder neu und anders bestaunen. Wenn das Kleegras jeden Tag merklich wächst und die ersten Blüten sich öffnen und die Bienen und Hummeln über die Felder schwirren, das ist einfach toll. Mit dem  1. Grasschnitt beginnt die Erntesaison, ein schönes Gefühl, das Ergebnis der Arbeit auf dem Acker nach Hause zu fahren; Sicherheit gibt es auch für den Winter, Futter zu haben.

Wettertechnisch ist es dieses Jahr aber doch recht schwierig. Weniger so wie es war, sondern so wie sie es gemeldet hatten.

Erst war das Futter noch zu wenig, da haben wir nur die Ackerflächen geschnitten. Diese wachsen oft schneller wie das Grünland (dort, wo immer Gras steht). Bei Neuansaaten  mit Unkraut dazwischen wird dieses durch den Schnitt auch verdrängt; und eine Fläche sollte noch gedüngt, umgepflügt und dann mit Mais bestellt werden.

Eine Woche nach dieser Ernte (und der Maisackerbestellung) haben wir dann das Grünland geschnitten, welches tief liegt und auch schon mal überschwemmt wird (da war es schön trocken – der Aufwuchs war auch noch recht jung, das heißt viel Energie und Eiweiß und damit auch die Möglichkeit im Winter, viel Milch melken zu können, allerdings weniger Menge und auch Struktur, welche die Wiederkäuer (Kühe) brauchen , sonst werden sie krank).

Und jetzt haben wir den letzen Teil geschnitten (auch Grünland). Dieses war nun schon älter  (viel Struktur, weniger Inhaltsstoffe), aber von der Menge viel. Insgesamt also eine gute Mischung für den Winter vom 1. Schnitt- folgen noch 3-4, je nach Witterung.  Auf einer Fläche war der Bestand recht dünn, und vom Graben hatte sich blühendes Jacobskreutzkraut in der Fläche ausgebreitet- tödlich für Tiere , egal ob frisch gefressen oder als Silage oder Heu. So mussten wir dann zu viert 4 Stunden durch die Fläche streifen und die Pflanzen aufziehen und raustragen- recht anstrengend und zeitraubend.

Die ersten Frühkartoffeln haben wir nun auch geerntet. Dies ist zwar Handarbeit, aber sehr schön anzugucken und———–ja, eben Ernte, die Frucht der Arbeit.

Nachtrag: Am 11.6. haben wir jetzt noch schnell den 2. Grasschnitt gemacht von den 1.-geschnittenen Kleegrasflächen. Die Pflanzen waren nun schon passend alt und das Wetter soll ja nun auch hier in der Region mal Regen bringen, und dann würde das Futter schnell zu alt und wird am Stengelgrund muffig. Drum noch gerade bei diesem schönen Wetter silieren.

Am 9.6. war dann noch der alljähriche Kartoffeltag. Die Landwirtschaftskammer (LWK)- NRW stellt unseren Versuch der Öffentlichkeit (Landwirten, Beratern Züchter)  vor.

Wir buddeln dazu von jeder Sorte 2 Pflanzen aus, 2 stehen daneben zum angucken. Da kann man dann immer gut Unterschiede zueinander sehen. Die LWK stellt die Sorten vor, die Züchter ergänzen und als Landwirte kann man kluge Fragen stellen.

Dann gibt es bei uns auch immer noch einen Imbiss- natürlich kartoffelig-, bevor es zu Kollegen geht, um auch andere Kartoffelschläge ( und zum Teil Maschinen) in der Praxis zu sehen.

Im Garten wächst es nun auch:

Erbsen und auch Zuchini gedeihen kräftig- auch hier freuen wir uns schon auf die Ernte…

Ihnen ein entspannten und kraftgebenden Monat

Ihre Familie Vollmer

 

 Mai 2016

Der Mai hat angefangen und wir freuen uns auf einen wonnigen Monat.

In den letzten Wochen ist wieder einiges auf unserem Hof passiert. Die Jährlingsrinder wurden ebenso wie die Halbjährlinge auf die Weide gebracht. Dort können sie jetzt nach Belieben grasen. Die kleineren Tiere mussten wir von der Streuobstwiese in die nächste Weide transportieren, da ihr Hunger größer ist als sie selbst. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die jüngsten Rinder erst einmal in Hofnähe weiden zu lassen. Dort haben wir sie im Blick, und sie können sich an die Zäune und ggf. die Tränken gewöhnen.

Vor 2 Wochen konnten wir bei sonnigem Wetter unsere Kartoffeln legen. Da wir auch in diesem Jahr wieder einen Sortenversuch der Landwirtschaftskammer mit 24 unterschiedlichen Sorten angelegt haben, mussten wieder viele aufmerksame Helfer auf der Legemaschine sitzen. Zum Glück haben es so viele Helfer geschafft, sich für einige oder viele Stunden an diesem Tag Zeit frei zu räumen, damit die Arbeit geschafft wurde- Danke dafür. Unsere Frühkartoffeln stehen mittlerweile schön auf dem Acker. Sie mussten in der letzten Woche gestriegelt und später wieder angehäufelt werden, damit die Unkräuter zwischen den Pflanzen ausgerissen werden. Um eine  Bearbeitung in diesen Kartoffelreihen machen zu können, musste natürlich erst einmal die Folie beiseite gezogen, später Flies übergezogen werden. Diese Arbeit mussten wir in den letzten Wochen häufiger verrichten, aber nicht weil wir mit dem Traktor durch die Reihen fahren wollten, sondern weil der Wind so stark war, dass das Vlies regelmäßig beiseite geweht wurde.

Auf anderen Flächen konnten wir unseren Sommerweizen sähen. Seither ist der Bauer regelmäßig damit beschäftigt, die Krähen und Tauben zu verjagen, die sich mit viel Hingabe an den leckeren Körnern stärken. Mehrmals täglich werden die Flächen angefahren, um mit dem Geräusch der Schreckschussanlage die Vögel zu verscheuchen. Auf einer Fläche hatten die Krähen im Winter derart viel Dinkelsamen vom Acker gepickt, das wir uns in diesem Frühjahr Sommerdinkelsaatgut besorgen mussten, um die Fläche neu zu bestellen. Bei Sommergetreide gibt es keine 2. Chance, drum passen wir hier besonders auf. Der Dinkel ist für uns eine wichtige Kultur, da unsere Bäckerei Bussmann regen Bedarf daran hat. Deshalb sind wir in den letzten Wochen schon zweimal mit kleinen Güllemengen (25 m³/ha) in die Bestände gefahren. Die Düngung soll die Kultur stärken. Durch die recht langanhaltende kalte Witterung reichte eine Güllegabe nicht aus. Bei warmen Wetter kann der Stickstoff auch aus dem Boden mineralisiert werden. Das heißt durch die Wärme werden die Bodenlebewesen aktiv und bauen die Nährstoffe im Boden passend um, damit sie für die Pflanzen umsetzbar sind. Bei Kälte im Boden schlafen die Bodenlebewesen zu lange und die Pflanzen bekommen Stress, weil ihnen die Nährstoffe fehlen. Gut sehen kann man es an der Farbe des Getreides, gelb ist Hunger und grün wird versorgt (blau dann schon Überangebot).

Im Mai werden unsere zwei Resteverwerter zum Schlachten gehen, sodass es in Bälde frisches Schweinefleisch und auch Rindfleisch geben wird.

Wir wünschen Ihnen einen wohligen Mai!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief März 2016

Ein Monat ist vergangen und der Frühling lächelt uns entgegen. Die Schneeglöckchen stehen hinter unserem Garten, die Sträucher beginnen zu blühen und die Vögel singen ihre Lieder.

Der letzte Monat ist uns vor allem durch seine anhaltenden Niederschläge in Erinnerung geblieben. Der Regen in den letzten Wochen hat bei uns starkes Bangen hervorgerufen, denn unsere Güllegrube wurde immer voller und voller. Durch den großen, unüberdachten Bewegungsraum in unserem Kuh- und Rinderstall füllt natürlich auch das Regenwasser unsere Grube, was in diesem Jahr wirklich schwer ins Gewicht fiel, da der gesamte Winter sehr niederschlagsreich war. Ein wenig konnten wir uns damit behelfen, die alten Gruben unter bzw. neben der Deele (früher einmal Kuhstall) zu füllen, um etwas Luft im großen Güllekeller zu schaffen. Glücklicherweise kam nach ein paar Tagen eine Schönwetterphase und wir konnten nach zwei Tagen, in denen der Regen versickert war, auf den ersten hoch gelegenen Wiesen den ersten Dünger für die Frühjahrsnutzung ausbringen und wieder etwas Luft unter unseren Kuhstall schaffen.

Dem Jungbauer viel diese regenreiche Zeit ganz besonders schwer. Er hatte sich eine Blutvergiftung zugezogen und musste handlungsunfähig zuschauen, was passierte. Zum Glück geht es ihm bereits besser! Das hilft der ganzen Familie, denn ein Totalausfall einer Person muss durch alle anderen ausgeglichen werden und ist manchmal kaum möglich.

Auch in den letzten Wochen wurden Kälbchen auf unserem Hof geboren, 7 Stück an der Zahl. 2 Männliche wurden bereits nach 14 Tagen von unserem Viehhändler abgeholt, um anderenorts in die Mast zu gehen. Leider lässt es unser Stall und vor allem unsere Futtersituation nicht zu, all unsere Tiere zu behalten und sie zu mästen. Vielleicht schaffen wir es zukünftig, einige Tiere mehr zu behalten. Derzeit laufen in unserem Rinderstall drei Ochsen mit, die nach einer langsamen Grasmast nach zweieinhalb Jahren schlachtreif werden. Die Kälber, die wir selbst behalten, haben wir umgestallt. Sie bilden jetzt eine „Kindergartengruppe“ am Ende unseres Rinderstalls. Dort werden sie 2 mal täglich mit frischer vollmerschen Vollmilch getränkt und können immer an Heu und Wasser gelangen, um sich an ein strukturreiches Futter zu gewöhnen. Dafür mußten auch  die anderen Gruppen zusammen- und aufrücken.

Wir haben natürlich wieder Zeit beim Kartoffelsortieren verbracht.

Die regenfreien  sonnigen Tage haben wir Zeit mit der Kettensäge verbracht. In den Hecken und Randstreifen gibt es vor der Weidesaison immer einiges zu kürzen und aufzuräumen. Eine beliebte, aber körperlich anstrengende Arbeit.

Wir wünschen Ihnen einen wohligen Frühlingsanfang im März!

Ihre Familie Vollmer

Februar 2016

Die passenden Embleme (min.25% der Seitengröße):

Ein Monat ist rum, das wichtigste war während des Frostes das Mist fahren.  Ohne Bodendruck auf gefrorenen Boden mit dem großen 8 to Miststreuer den Dünger ausbringen; die Regenwürmer haben was zu essen und der Kuhstall und ein Teil des Rinderstalles sind wieder leer , schwappen nicht mehr über und treten durch: weniger huckelige Fläche, weniger durchkneten und weniger Strohverbrauch, trockenere Liegefläche.           Das ganze sehr komprimiert, weil wir diesmal über die Prämien berichten wollen, die wir wie andere auch als Landwirte bekommen. Hier für Summe gucken, PLZ und suchen…

http://agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

Die Prämien sind aufgeteilt, jeder Landwirt beantragt 3- 4 zwingend gleichzeitig, Basis-, Greening-, Umverteilungs-  und bis 40 Jahren Alter auch die Junglandwirte- Prämie. Alle Prämien  gibt es pro ha Fläche.

Die Basisprämie beträgt ca. 180 €/ha,  sie schwankt je nach Reserve ein wenig. Sie wird erst mal so gewährt mit den allgemeinen Anforderungen an eine gute Betriebsführung; Cross compliance ist hier das Zauberwort und ein dicker Wälzer.

Die Greeningprämie beträgt ca. 85 €/ha, sie sind grüne Auflagen, die man einhalten muß, um sie zu bekommen

(z.B. Fruchtwechsel, Zwischenfrüchte über Winter, …). Ökobetriebe sind hiervon befreit, wir halten sie sowieso ein, sonst würde unser System nicht funktionieren.

Umverteilungsprämie: Für die ersten 46 ha gibt es ~50€/ha extra, für die nächsten 16 ha ~30€/ha. Hiermit sollen kleinere Betriebe gefördert werden (die größeren bekommen sie aber auch).

Junglandwirteprämie: Beträgt ca. 40 €/ha und wird bis ~ 40 Jahren Alter gewährt (Vergreisung verringern).

Soweit der allgemeine Standart. Zusätzlich gibt es weitere Förderbausteine, die man beantragen kann, wenn sie einem gefallen, und man sich bzw. den Betrieb drauf einstellt, z.B:

Anbau vielfältiger Kulturen, Extensive Grünlandnutzung, Blüh- und Schonstreifen, Uferrand- und Erosionsschutzstreifen, Anbau von Zwischenfrüchten, Vertragsnaturschutz, Ökolandbau, Sommerweide, Haltung auf Stroh.

Einige Bausteine kann man kombinieren,, andere bedeuten eine Kürzung, sonst wäre sie doppelt. Wir haben uns verpflichtet für den Anbau vielfältiger Kulturen (65€/ha für Ökobetriebe), Ökolandbau (260€/ha Acker, 220€/ha Grünland), Sommerweide (50€ pro Großtier), Haltung auf Stroh (80€/Großtier). Standart sind 5 Jahresverträge. Man hält also die Bedingungen ein bzw. passt sich dem an und erhält für diese Leistung dann einen Ausgleich.

Soweit ein kurzer Überblick über die Förderungen. Hintergrund sind die nicht deckenden Erzeugerpreise, so dass wir Landwirte gestützt werden. Auch wird die Ernährungssuveränität erhalten, die Flächen verbuschen nicht. Durch die Auflagen wird ein Mindeststandart geschaffen an Umweltschutz.

Bei den Fördermaßnahmen sind es Zusatzleistungen  für die Allgemeinheit, die entschädigt werden. In der Summe bekommen wir ~30.000€, viel Geld, welches aber zum Felder bewirtschaften benötigt wird, denn das kostet mehr als es bringt: In guten Jahren ist es die Hälfte, in schlechten Jahren machen die Prämien den Gewinn aus! Dass heißt, all die Arbeit und der Erlös durch die verkauften Produkte reicht gerade zur Kostendeckung aus, für die 3 voll arbeitenden Familienkräfte bleibt dann die Prämie als Stundenjahreslohn (von den Stunden her 3 Leute für ~ 30.000€). Zum Glück gibt es viele normale Jahre, wo dann 45.000€ (die 30.000€+ 15.000€ Gewinn) über bleiben. Neben den Stundenlohn wird hieraus auch für die Zukunft investiert. Ein Vorteil ist natürlich, dass wir vor Ort wohnen und keine Miete zahlen müssen (dafür muß das Haus instandgehalten werden…)

Soweit, so gut. Nun will die europäische Union diese Förderung besser bekannt machen.

Das Ergebnis hieraus ist, dass wir als Landwirte für die unteren Förderbausteine nun ein Poster der EU aufhängen müssen (siehe Foto), für die Dauer der Maßnahme (5 Jahre), ebenso auf Internetseiten und Handzetteln. Tun wir das nicht, gibt es Sanktionen. (Bei uns hängt das Poster in der Tür gegenüber dem Parkplatz.)

Man hört schon am Schreibstil den Unwillen:

-Nicht vor dem Abschluß der Verträge wird drauf hingewiesen, sondern irgendwann.

-Es fühlt sich an wie eine Bloßstellung. Wir bringen eine Leistung und bekommen dafür eine Entschädigung.    Auf einmal müssen wir noch zusätzlich etwas leisten, sonst gibt es Abzüge.

-Wir haben zusätzlichen Aufwand, weil wir einiges nacharbeiten müssen (Handzettel, Internet).

-Und die Krönung ist, dass wir im November das Poster und Schreiben bekommen haben mit dem Hinweis einer Verlinkung und Darstellung auf Handzetteln. Welcher Link und eine Druckvorlage oder Beispiele stehen nirgends. Nach 4 Telefonkontakten über 4 Tage (man erreicht ja nicht immer die passende Person sofort) sollte ich dann das Anliegen als mail formulieren und dann kamen nach und nach die Infos.

Hier nun der Link zur Förderseite.

http://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020/index_de.htm

„Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa  in die ländlichen Gebiete“.

„Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung in Nordrhein-Westfalen ist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz (MKULNV) als ELER-Verwaltungsbehörde“.

Ihnen ein ruhiger, gesunder Monat- und bei Fragen oder Anmerkungen – gerne melden.

Ihre Familie Vollmer

Hofbrief Januar 2016

Wieder ist ein Jahr vergangen und ein Neues hat begonnen. Die Tiere sind davon völlig unbeeindruckt, sie leben im Jetzt. Nur das Knallen rund um Mitternacht erschreckt die Tiere.

Nachdem wir den gesamten November und den größten Teil des Dezembers auf gutes Wetter für unsere letzte Arbeit auf dem Acker warten mussten, hat uns um die Weihnachtstage gutes Wetter ereilt, dass genutzt werden musste. Schon am Mittwoch haben wir den Grasbewuchs, der sich in der langen Wartezeit wieder entwickelt hatte, noch einmal mit dem Ladewagen abgeerntet und unseren Kühen zum Fressen in den Stall gefahren. Am Tag des 24.12. wurde der Acker endlich gepflügt und konnte bis zum 28.12. abtrocknen. Dann wurde geeggt (der Boden gerade verteilt, feinkrümelig gemacht und rückverfestigt) und am Tag darauf Dinkel gesät. Jetzt können wir eine Kammer in unserem Kopf schließen, die Ackerarbeit ist endlich erledigt und eine unserer bedeutsamsten Ackerfrüchte kann wachsen.

Seit einigen Tagen verbringt eines unserer Rinder seine Zeit im Sommerauslauf der Kälber direkt neben dem Rinderstall. Das Tier hat sich leider nicht richtig an das Fressgitter gewöhnen können und zog aus Angst seinen Kopf immer zurück, statt ihn nach oben rauszunehmen. Jetzt kann es seinen Hals und sich etwas schonen und genießt als Bonus frisches Gras im bisher sehr warmen, wüchsigen Winter.

Im Stall findet die alltägliche Arbeit statt. Futter holen, füttern, sauber machen, misten, melken, einstreuen, Kälber tränken und immer dazwischen unser schon ziemlich großer Hund Tessa, der sich an die Kühe gewöhnen soll. Vor einer Sache hat der Hund auf jedenfalls kein Respekt im Gegensatz zum Alten: vor Dreck! Tessa nimmt ausnahmslos jede Pfütze und jeden Schmutzhügel mit, der ihr in den Weg kommt. Es ist wieder einmal sehr interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Lebewesen sind. So wie die Kühe im Stall, die Menschen im Haus, haben auch Hunde ganz eigene Persönlichkeiten, auf die man sich einstellen muss; eine sehr spannende Zeit.

Alle 6 Jahre sind wir dazu verpflichtet, von all unserer Wirtschaftsflächen Bodenproben zu ziehen, um sie bei der LUFA auf die wichtigsten Nährstoffe untersuchen zu lassen. Hier wird der Gehalt an Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalk (pH-Wert) ermittelt. Je nach Bodenart gibt es Klassen, die darin enthalten sein sollten bzw. nicht überschritten sein sollten. Für uns als ökologisch wirtschaftender Betrieb ist neben der Beobachtung der Nährstoffentwicklung über viele Jahre vor allem der pH-Wert sehr wichtig. Unser gesamtes Düngesystem beruht auf der Idee der Selbstversorgung aus dem Boden. Damit die Pflanzen allerdings alle wichtigen Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen können, müssen sie 1. vorhanden sein und 2. aufnehmbar sein. Bei Punkt 2 spielt der Kalkgehalt im Boden eine wichtige Rolle. Ist der pH-Wert zu gering, können die Bodenlebewesen nicht ausreichend aktiv sein. Zusätzlich können Bodenteile an Nährstoffe gebunden sein, die sich auch an Kalk binden könnten. Der Wert darf aber auch nicht zu hoch sein, denn das hemmt auch wieder die empfindlichen Mechanismen der Nährstoffbindung im Boden. Bei der Düngung spielen nicht nur die absoluten Werte eine Rolle, sondern auch die relativen Werte untereinander. Es finden so viele verschiedene Abläufe im Boden statt, die wir durch eine einseitige Zugabe einzelner Nährstoffe durcheinander bringen. Daher lassen wir die Hände von Dingen, die wir Menschen nicht im Ganzen begreifen und versuchen durch eine Kreislaufarbeit mit vielen Fruchtfolgegliedern, Zwischenfrüchten und Mist möglichst der Natur ihre „Spielwiese“ zu lassen, wie sie es schon seit Jahrtausenden tut, und begnügen uns mit dem Ertrag, der uns dabei durch die Bodenfruchtbarkeit geschenkt wird.

Von unseren 40 Schlägen eine ordentliche Bodenprobe zu ziehen dauert. Die Bauern waren zu zweit drei Tage beschäftigt.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden und sonnigen Januar!

Ihre Familie Vollmer

Dezemberbrief 2015

Schon fast Weihnachten. Was davor geschah:

Wir haben die letzten Rinder aufgestallt. Gras ist zwar noch was da zum Abfressen, aber der Regen trübt das Ganze, die Flächen werden zu feucht und die Tiere vertreten zuviel, die Flächen leiden und bringen sonst nächstes Jahr weniger Ertrag. Außerdem ist das ständige Nasse nichts für die Tiere. Also ab in den Stall.

Dafür mussten auch einige Maschinen noch umziehen und einmal alles neu geordnet werden, so dass (fast alles unter Dach steht).

Im Stall steigt nun auch das Arbeitspensum an:

Täglich wird der Laufhof abgeschoben, der Liegebereich eingestreut, Silageballen und Silomais geholt. 2* täglich wird natürlich gemolken, den Liegebereich gesäubert, die Kälber mit frischer Milch getränkt und alle Tiere gefüttert. Während die Rinder vom Futter  „nur wachsen und satt“ werden müssen, sollen die Kühe auch noch Milch geben und irgendwann wieder tragend werden. Dies setzt eine ausgewogene Fütterung voraus. Wir beschränken uns hier auf die eigenen Futtermittel ohne viel Getreide, da Kühe ja Wiederkäuer sind und Fasern verwerten können. Die Leistung ist dadurch niedriger, aber auch natürlicher. Unsere Winterration enthält ca:

 

13 kg Silomais           -2Schüppen am Tag (energiereich, eiweißarm, ist das max. was die Tiere fressen  wollen und unser minimum, damit der Haufen nicht warm und schimmelig wird)

14 kg 1. Grasschnitt -1/2 Klee-, Dauergrünland-gras(im Mai geerntet, recht ausgeglichen in  Struktur und Energie, viel Ertrag, bisschen mehr Eiweiß im Klee als im Gras)

10 kg 4. Grasschnitt            – 2/3 Klee-, Dauergrünland-gras(im Oktober geerntet, kaum Struktur, Mittel Energie und viel Eiweiß vor allem im Klee)

5 kg 2.+3. Schnitt    -wechselnd, je nachdem an was man kommt und was gut zum Rest passt

(je nach Erntezeitpunkt wechselnde Gehalte)

2-3 kg Getreideflocken      – Hafer- Sommergerste- Weizengemenge, frisch gewalzt und mit Kanne Brottrunk und Curo Mineralfutter versetzt als Lockfutter im Melkstand, je nach Leistung zugeteilt. (Ökozukauf +Kanne Bruttrunk als positive wirkendes Milchsäureprodukt, und die Flocken stauben nicht;               + Curo – Mineralfutter: im Futter ist z.B. nicht genug Calcium, das bringt das Mineralfutter mit)

Das Ganze mündet dann bei ~ 22 kg Milch/ Kuh/ Tag, je nach Alter und Laktationsstadium (wann gekalbt).

 Wir wünschen Ihnen ein tolles Weihnachtsfest und einen angenehmen Jahreswechsel!

Ihre Familie Vollmer

Oktober 2015 – Nachrichten vom Hof

Wie schnell die Tage vergehen ist zur Zeit ganz deutlich an den ersten bunten Blättern zu erkennen, die sich bei uns an den Birnenbäumen zeigen. Der Herbst hat begonnen! Wenn wir über die Wiesen laufen bekommen wir nasse Füße vom Tau und wenn wir Frischgras für die Kühe holen, dann gibt es bei offener Treckerfrontscheibe kalte Ohren.

Da auf den Wiesen das Gras nicht mehr so stark wächst mussten wir unsere Rinder umtreiben. Eine große Gruppe Tiere, die den gesamten Sommer zusammen weiden durfte, haben wir auf vier kleinere Wiesen aufgeteilt. Bevor die Rinder in eine neue Wiesen wechseln können, muss diese geriegelt werden. Das heißt, die Zäune werden kontrolliert und instandgesetzt, Bäume, Sträucher und langes Gras werden so geschnitten, dass der Zaum frei liegt und der Strom fließen kann.

Eine langwierige Aufgabe, bis alles an seinem Platz ist.

Und wenn die Tiere dann in ihrer Weide sind muss regelmäßig an allen Standorten kontrolliert werden, ob Strom, Wasser und ausreichend Futter vorhanden ist. Sonst klingelt, dank aufmerksamer Nachbarn, auffallend häufig an Sonn- und Feiertagen das Telefon, weil sich die Rinder über die Zäune geschlichen haben und jetzt ihre Freiheit in fremden Gärten genießen. Eine sehr unangenehme Situation für den Besitzer, die sich leider nicht gänzlich verhindert lässt, denn manche Tiere sind einfach clever. So wie zwei Jungtiere, die die Verkabelung des Stromgerätes zum Zaun durch intensives Belecken gelöst haben und dann ihre Chance zum Spazierengehen nutzten. Unser Dank gilt an dieser Stelle, dem telefonierenden Beobachter, ebenso, wie dem gelassenen Geschädigten.

Die meiste Zeit im September haben wir mit unserer Kartoffelernte zugebracht. Dank der tatkräftigen Unterstützung mehrerer, fleißiger Praktikanten/-innen konnten wir unsere eigenen Hofsorten und auch den gesamtem Kartoffelsortenversuch der Landwirtschaftskammer mit seinen 24 verschiedenen Sorten ausmachen. In diesem Jahr hatten wir die Knollen auf zwei kleineren Flächen (2 x ½ ha) angebaut, sodass es nicht sinnvoll war mit dem Kartoffelvollernter zu  arbeiten. Für die Arbeit der großen Erntemaschine hätte trotzdem das Vorgewende mit der Hand freigeräumt werden müssen, um Platz zum Wenden zu haben. Da zwischen den beiden Vorgewenden aber höchstens die Fläche eines dritten übrig blieb, haben wir die Arbeit wieder per Hand und mit unserem altbewährten Schüttelsiebroder gemacht. Jetzt ist vor allem, aber nicht nur, unsere Waldorfschulpraktikantin aus Düsseldorf glücklich darüber, nicht noch einmal über den Acker rutschen zu müssen. Nach der Kartoffelernte wird dann fleißig sortiert. Alle Knollen werden einmal übersortiert und in Kisten in die Kühlung eingelagert.

Jetzt steht die Aussaat der Winterkulturen auf dem Programm. Die Äcker wurden, nach intensiver Bearbeitung durch Grubber und Egge, gepflügt und mit Roggen bestellt. Auf unserer Obstwiese ernten wir in diesem Jahr schöne, saftige Äpfel, die leider auch den Käfern gut schmecken und viele Fraßschäden haben. Im Laden werden wir in diesem Winter selbstgemachtes Apfelmus anbieten können.

Wir wünschen Ihnen einen bunten Oktober!

Ihre Familie Vollmer


September

Der Sommer nähert sich
langsam seinem Ende entgegen und wir genießen die sonnigen, warmen Tage die
sich noch zeigen. Sowohl die Pflanzen auf den Wiesen und Feldern, als auch
Mensch und Tier sammeln die wohlige Energie, die uns vom Himmel geschenkt wird,
damit wir gesund in und durch die kommenden Wochen und Monate gelangen.

Im letzten Monat hat uns
die Arbeit im Trecker auf den Stoppeläckern viel beschäftigt. Die
Getreidestoppeln wurden gegrubbert. Zuerst geschieht das mit einem sehr flach
eingestellten Grubber, der Boden wird oberflächlich gelockert und aufkommende
Unkrautsamen bzw. Ausfallgetreidekörner können aufgehen. Beim der nächsten
Grubberdurchfahrt wird das Gerät dann etwas tiefer eingestellt, sodass die
kleinen Keimlinge verschüttet werden, der Boden wird etwas tiefer gelockert und
wir wollen eine feinkrümelige Bodenoberfläche aufbauen, um die Zwischenfrucht
auszusähen. Auf einigen, für uns neuen Flächen hatten wir in diesem Jahr
größere Probleme mit Diestel, Ampfer und Quecken. Auf diesen Flächen sind wir
zusätzlich bzw. anstatt des Grubbers mit der Federzinkenegge im Einsatz
gewesen. Der Vorteil dieses Gerätes ist seine reißende Wirkungsweise. Die
Quecke zum Beispiel wird durch ein zerschneiden immer stärker in ihrem Bestand,
sie mag es allerdings nicht, aus dem Boden gezogen zu werden und dort im besten
Fall oberflächlich auszutrocknen. Um hier einen einigermaßen sauberen Boden zu
erhalten, muss die Arbeit möglich häufig wiederholt werden (da spielt der Regen
und die Temperaturen eine gewichtige Rolle).. Der Effekt soll sich nach
Möglichkeit aber auch in den kommenden Jahren sehen lassen.

Vor der endgültigen
Saatbeetbereitung haben wir unseren Mist aus den Liegefläche der Ställe
gemistet und als Dünger für die nächsten Jahre auf die Flächen verteilt.

Auf den saatbereiten
Ackerflächen haben wir dann verschiedene Zwischenfrüchte gesät. Es wurde Raps
gesät, als Herbstfutter für die Kühe, aber auch Senf-Ölrettich- und
Wicke-Ölrettich-Gemenge, als Vorfrucht für die nächsten Kulturen z.B. die
Kartoffeln im nächsten Jahr. Auch Kleegras und Landsberger Gemenge als
Kuhfutter fürs nächste Jahr wurde gedrillt.

Auf unserem diesjährigen
Kartoffelacker haben wir das Kartoffelkraut abgeschlägelt, um das Wachstum zu
beenden, denn wenn sie das zu lange tun, dann

zeigen auch die
festkochend eingestuften Sorten mehlige Eigenschaften. Durch die tatkräftige
Unterstützung unserer Augustpraktikanten haben wir mit der Haupternte begonnen
und im Laden bieten wir wieder unser Spektrum an mehlig-, vorwiegend fest- und
festkochenden Sorten an.

Aus unserem Garten können
wir in den nächsten Wochen frische Rote Bete, Hokkaidokürbis, die letzten
Zucchini ernten. Die Zwiebeln wurden bereits geerntet und sind gut
abgetrocknet, sodass sie auch in den Verkauf gehen können.

In der nächsten Woche
werden wir wieder frisch Schlachten, da sich unsere Gefriertruhe in den Ferien
erheblich gelehrt hat. Vorbestellungen für Rindfleisch nehmen wir gern
entgegen!

Wir wünschen Ihnen einen
sonnigen September!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief Juli

Schneller als uns lieb ist vergehen die Tage und Wochen.

Wir konnten im letzten Monat unseren 2. Grasschnitt machen, der jedoch auf Grund der Trockenheit sehr dürftig ausfiel. Das Gras konnte durch das fehlende Wasser nicht viel Masse bilden, wurde aber schon reif, daher haben wir uns zum Schneiden entschlossen.

Auch auf den Weideflächen hat der Aufwuchs stark nachgelassen, durch das fehlende Wasser und die zeitweise auftretende Hitze war das Graswachstum stark eingeschränkt. Die Kühe mussten mit Frischgras zugefüttert werden. Dabei ist unser Fendt-Traktor mit Mähbalken und der kleine Ladewagen unser wichtigstes Werkzeug. Durch die stetige Nutzung werden die Messer am Mähbalken verbraucht und müssen regelmäßig geschliffen werden. Wenn das nicht mehr hilft, dann müssen die Messer einmal erneuert werden. Solche kleinen Reparaturen machen wir dann selbst und können einen ganzen Arbeitstag ausfüllen.

Weiterhin sind wir stetig mit der Frühkartoffelernte beschäftigt. Bisher sind wir zufrieden mit dem Ergebnis unserer Frühjahresmühen im Kartoffelanbau. Die Knollen haben mittlerweile eine schöne Größe erreicht. Durch die anfängliche Trockenheit haben sich die ersten Drahtwurmschäden und Wachstumsrisse gezeigt, doch der Regen in den letzten Wochen hat die Schäden in Grenzen gehalten. In den später gelegten Kartoffeln wird das Kraut jetzt gelblich und die ersten Lücken bilden sich. Der Regen hat hoffentlich gereicht, um auch hier die Knollen dick zu werden zulassen. Die Krautfäule (ein Pilz, der die Blätter und Stängel absterben lässt und so das Wachstum im biologischen Anbau beendet) hat bis jetzt noch keine günstigen Voraussetzungen gehabt (Feucht, schwül, warm). Wir sind gespannt.

Im Garten gibt es jetzt auch viel zu tun. Die Beerenernte hat begonnen, und es wird Marmelade gekocht und Himbeeren genascht. Die Zucchinis werden jetzt alle zwei Tage geerntet und die ersten Zwiebeln werden zum Trocknen aufgezogen und aufgehängt. Die erste Rote Bete ist bereits dick und kann geerntet werden, ebenso wie die ersten Bohnen; die Erbsenernte  ist abgeschlossen. Auf dem Acker musste der Mais gehackt werden. Das war in diesem Jahr eine besonders anstrengende und nervenaufreibende Arbeit, denn unser Maisbestand ist sehr unregelmäßig aufgelaufen. Unsere Befürchtungen, dass die Feuchtigkeit nach dem Maislegen zu gering sein könnte, hat sich in diesem Jahr bestätigt. Die Feuchtigkeitszehrende Vorfrucht Landsberger Gemenge hat ihren Teil dazu beigetragen, ebenso wie die niedrigen Regenmengen im Mai und Juni. Durch die ungleichmäßige Größe der Maispflanzen und die dicken, festen Erdklumpen auf dem Acker ist das Ausreißen und Verschütten der Unkräuter schwierig zu erreichen. Auch hier bleibt der Ernteerfolg eine spannende Frage.

Mitte Juni ist wieder ein zukünftiger Zuchtbulle auf unserem Hof eingezogen. Der Bulle, aus dt. Niederungsrinderzucht, heißt Peter-Lustig und kommt vom Biolandbetrieb Laakenhof aus Beckum. Bis er seiner Arbeit im Kuhstall nachgehen kann muss er aber noch etwas wachsen, denn mit seinem guten halben Jahr ist er noch zu klein für unsere eher großen Holsteiner Schwarzbunten Kühe.

Wir wünschen Ihnen noch einen sonnigen Juli!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief Juni

(Ein Apfelbaum zur Erinnerung an eine schöne Familienmesse auf unserem Hof)

Wieder ist ein vielseitiger Monat vergangen.

Wir konnten Anfang Mai unsere Kleegras- und Landsberger-Gemengeflächen schneiden und als Grassilageballen ernten. Das wurde auch dringend nötig, denn der Silomais musste noch gelegt werden und dass sollte auf der Gemengefläche geschehen. Das Wetter spielte uns nicht wirklich gut mit, und wir haben das Futter zuletzt doch noch einmal nass bekommen. Der Acker, den wir für die Maissaat pflügen mussten, hatte jedoch längst noch nicht genug Wasser abbekommen. Er war sehr trocken und hart und ließ sich nur schwer, langwierig und mit viel Materialverlust am Pflug umdrehen und zu einem saatfähigen Boden bearbeiten.  Auch das Maislegen war auf den Flächenrändern durch die Trockenheit und Härte im Boden sehr schwierig. Wir hoffen noch immer auf regelmäßige Niederschläge, damit unser Silomais in diesem Jahr überhaupt eine Chance auf Aufgang und Wachstum hat.

Mitte Mai haben wir dann unsere Weideflächen geschnitten und ebenfalls zu Siloballen gewickelt. Trotz des anhaltenden nicht sonnigen, jedoch auch nicht regnerischen Wetters ist uns diese Ernte gut gelungen und ein Teil des Winterfutters für unsere Tiere ist damit gesichert.

Nach der Grasernte auf den Weiden konnten unsere Rinder weiter gezäunt werden, und auch die Kühe haben mehr Fläche zum Beweiden bekommen, damit sie ihren Hunger weiterhin selbst stillen können.

Der Bauer musste in den Kartoffelreihen striegeln und sie später wieder anhäufeln, um die jungen Beikrautpflanzen auszureißen bzw. abzudecken, damit sie nicht weiter wachsen konnten. Gleichzeitig haben wir begonnen, unsere Frühkartoffeln zu ernten. Seit Mitte Mai haben wir jetzt unsere Frischen im Angebot. Das ist auch gut so, denn unsere alten Kartoffeln gehen zur Neige. Wir haben vom letzten Jahr lediglich mehlige Kartoffeln im Angebot, die restlichen Sorten sind ausverkauft. Leider sehen auch die Kartoffelpflanzen sehr geplagt aus von der anhaltenden Trockenheit. Regen steht auf unserem Wunschzettel im Moment ganz oben. Am besten aber erst, wenn wir unser, gerade auf der Wiese trocknende, Heu eingefahren haben.

Natürlich stand der letzte Monat auch ganz im Zeichen des Hoffestes, das wir bei wunderbarem Wetter am 31. Mai mit vielen bekannten und auch neuen Gesichtern feiern durften. An dieser Stelle möchten wir all den vielen, fleißigen Händen danken, die uns bei der Vorbereitung und der Durchführung dieses kleinen Megaevents geholfen haben. Ohne all unsere gutgelaunten Helfer wäre uns ein solches Fest nicht möglich gewesen. DANKE !

Ein Dankeschön möchten wir auch an Pastor Rasche und den Batenhorster Familienkreis richten, die uns mit der Gestaltung der Familienmesse einen schönen Tageseinklang beschert haben.

Wir hatten unsere Freude daran, wie unser Hoffest angenommen wurde und sich Groß und Klein gleichermaßen angesprochen fühlten. Da wir uns aber alle rein körperlich von diesem schönen Tag erholen müssen, bleibt abzuwarten, wann wir für  ie nächste Vorstellung zur Verfügung stehen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen ruhigen Juni!

Ihre Familie Vollmer

Mainachrichten 2015

Jetzt sind wir im schönen Monat Mai angekommen. Die Bäume blühen in voller Pracht und die Gräben stehen voll mit blühenden Löwenzahn, Taubnesseln und Gänseblühmchen.

Wir haben die schönen Tage im April genutzt, um unsere Weidezäune zu reparieren und die ersten Rinder rauszutreiben. Die Jährlinge durften sich erst einmal hinter dem Rinderstall an die Umzäunung der Weidefläche gewöhnen. Dabei wurden die Tiere zu Beginn immer am Strick festgehalten. Eine beliebte Mittagsarbeit des Bauern, da er sich dabei ein wenig ausruhen kann. Nach der Eingewöhnungszeit konnten die Tiere dann auf die Obstwiese umziehen.

Die Kühe durften jetzt auch schon nachts auf der Weide bleiben, denn die Sonne lässt das Gras wachsen und es ist ausreichend Futter zu finden. Das verringert den Arbeitsaufwand im Stall erheblich, denn die Fütterung und die Futterbeschaffung entfällt. Unsere Maissilage aus dem letzten Herbst ist ebenfalls alle und kann nicht mehr warm oder schimmelig werden.

In unseren Getreidebeständen konnten wir bereits einmal Striegeln und somit den Beikrautwuchs verringern. Nach erneuter Reparaturarbeit an unserem Güllefass konnten wir unseren Dinkelbestand  mit Gülle düngen. Leider musste der Bauer nach Beendigung der Arbeit feststellen, dass ein Reifen des Fasses Luft verlor und ausgewechselt werden musste. Der Reifenwechsel XXL ist nicht nur eine interessante, sondern auch eine teure Angelegenheit.

Die früh gelegten Kartoffeln stehen bisher schön auf ihren Dämmen. Wir haben das Flies abgenommen, um die Dämme mit der Sternradhacke anzuhäufeln. Die aufkommenden Unkräuter werden dabei zugeschüttet, um nicht weiter wachsen zu können, und die jungen Knollen brauchen Platz unter der Erde, wo sie ohne Licht liegen und wachsen können. Nach diesem Arbeitsgang haben wir das Flies, diesmal lockerer als zuvor, wieder über die Pflanzen gezogen, um sie vor den kalten Nächten zu schützen.

Auch die restliche Kartoffelfläche haben wir mit Knollen bepflanzt. Wie in den letzten Jahren, gibt es auch in diesem, einen Sortenversuch für die Landwirtschaftskammer NRW. Hierbei werden 24 Kartoffelsorten auf ihre Tauglichkeit im ökologischen Anbausystem getestet. Vor allem das Anlegen des Versuches macht das Kartoffellegen zu einer spannenden Tätigkeit, denn es darf keine Knolle fehlen, d.h. auch die einfachste Arbeit muss mit voller Konzentration ausgeführt werden.

Unsere zwei Schweine haben den Hof in der letzten Aprilwoche verlassen müssen, damit es zum Hoffest ( Sonntag, 31. Mai ) hofeigene Grillwürste geben kann.

Der Schweinestall musste aber nicht lange leer stehen. Zur Freude der Kinder konnten wir sofort wieder bunte Ferkel vom Verler Demeterhof abholen. Jetzt grunzt es wieder auf unserer Deele.

In unserem Garten wächst der Spinat zögerlicher, als wir noch vor einer Woche dachten. Die Ernte steht aber nahe bevor. Die Erbsen wachsen und müssen bestockt werden, damit die kleinen Fangarme beim Stehen bleiben helfen können und die Pflanze nach oben ziehen. Der Mangold schaut aus der Erde und muss bald vereinzelt werden, damit jede Pflanze genug Platz zum Wachsen hat.

Wir wünschen Ihnen einen vielseitigen und schönen Monat!

Ihre Familie Vollmer

April 2015

Wieder ist ein Monat vergangen, die Natur hat sich nun endlich entschlossen, grün zu werden. Die Bäume und Sträucher tragen ihre Knospen, und die ersten warmen Tage regen das Gras und das Getreide zum Wachsen an.

Wir haben die schönen Tage genutzt, um die Weiden zu striegeln und zu kalken. Dabei werden die Maulwurfshaufen verteilt, die Grasnarbe wird angeritzt und dadurch belüftet. Die Ausbringung von Kalk ist vor allem für die Nährstoffumsetzungsprozesse im Boden von Bedeutung. Die Kleinstlebewesen, die so vielseitig in unseren Böden arbeiten sollen, mögen keine sauren Bodenzustände. Da Kalk aber auf Dauer nicht regenstabil ist und aus dem Oberboden ausgewaschen wird, müssen wir regelmäßig kleine Mengen nachdüngen, um den pH-Wert der Flächen stabil zu halten.

Der mächtige Sturm im März hat uns zum ersten Mal, seit wir Frühkartoffeln unter Folie machen, die Kartoffelbedeckung weggeweht. Die Mühe, die wir beim Verlegen der Folie hatten, war in wenigen Minuten dahin und musste wiederholt werden. Doch die Anstrengung hat sich bisher gelohnt. Die ersten Kartoffelpflanzen schauen mehrere Zentimeter aus dem Boden. Jetzt mussten wir die Folien wieder abnehmen, um das Unkraut auf und zwischen den Dämmen abstriegeln zu können. Wir hoffen darauf, dass die Nächte weitestgehend frostfrei bleiben, denn die jungen Pflanzen sind sehr empfindlich. Als Schutzmantel liegt jetzt ein Flies über den 16 Kartoffelreihen.

Auch der Spinat, der in unserem Garten unter Flies wächst, schaut bereits 5 cm aus der Erde.

Unsere Kühe freuen sich über den Wetterumschwung, denn sie können nun wieder regelmäßig auf die Weide. Bei nassem, kaltem Wetter mussten sie eine Pause einlegen.

In den letzten Märzwochen wurde aus unserer Hofzufahrt eine Baustelle. Schneller als wir dachten, konnte die geplante Verbreiterung der Straße und der Bau einiger Parkplätze umgesetzt werden. An dieser Stelle möchten wir allen geduldigen Kunden danken, die nicht wie gewohnt auf den Hof fahren konnten, sondern Warteminuten bzw. einen weiteren Fußmarsch zum Einkaufen zurücklegen mussten. Jetzt sind die Straßenbauarbeiten beendet und der Einkauf kann wie gewohnt stattfinden.

Anfang April haben wir das restliche Kartoffelland umgepflügt, sodass sich der Boden noch etwas absetzen und aufwärmen kann, damit wir alsbald die vorgekeimten Knollen pflanzen können.

Wir wünschen Ihnen einen bunten April!

Ihre Familie Vollmer

März 2015

Der letzte Wintermonat ist wie im Fluge vergangen,

und uns hat das Glück nicht im Stich gelassen. Es gab ein paar frostreiche Tage, in denen wir es tatsächlich schafften, unseren gesamten Kuhstallmist auszubringen, die Mistplatte frei zu fahren, und als es tagsüber zu tauen begann, konnte auch aus dem gut gefüllte Güllekeller ein wenig Dünger auf die Wiesen und Äcker gebracht werden.

Nach diesen drei Tagen „Treckergroßeinsatz“ war den Bauern ihre gute Laune und Erleichterung anzumerken, und es war wieder Platz für neuen Tatendrang.

Die neue gebrauchte Mulde für unsere Gesteinsmehllagerung wurde gekauft und zurecht gebastelt, sodass sie schnell einsatzbereit wurde. Jetzt steht sie mit Dach und Auslasslöchern, gefüllt mit erwitter Gesteinsmehl auf unserer Siloplatte und leistet ihren Dienst. Das zeitaufwendige Umladen in Big Bags können wir uns zukünftig sparen, denn mit der Wechselmulde können wir zum Steinbruch fahren und das ausgesiebte Gesteinsmehl selbst nach Hause bringen.

Unsere Suche nach mehlig kochenden Kartoffeln war ebenfalls erfolgreich. Die Sorte Gunda vom Biolandhof Bobbert aus Bielefeld vervollständigt unser Kartoffelsortiment bis auf weiteres wieder.

Die ersten Pflanzkartoffeln sind schon seit einigen Wochen zur Keimung aufgestellt. Feste Lichtkeime sollen sich bilden, dazu brauchen die Knollen Licht und Wärme. Jede Sonnenwetterminute wird jetzt genutzt, um die Pflanzknollen nach draußen zu schieben, damit sie startklar für ihr großes Wachsen werden. Wenn uns das Wetter hold ist, wollen wir am ersten Märzwochenende die Frühkartoffeln pflanzen.

Die Jungrinder haben sich gut in die Milchkuhherde integriert und liefern uns bereitwillig ihre Milch.

Die letzten Februartage haben wir genutzt, um Äste und Bäume zu schneiden. Die Reste, die wir mit einem Häcksler klein machen, werden getrocknet und in der nächsten Saison in der heimischen Holzheizung verbrannt. Leider mussten unsere Birnenbäume am Rande der Hofzufahrt fallen, da sie mittlerweile morsch waren. Der entstandene Platz soll noch in diesem Frühjahr für eine Straßenverbreiterung genutzt werden. Unsere Kinder diskutieren derzeit, welche Baumarten wir als Alternative pflanzen werden.

Die Stallarbeit nimmt nach wie vor die meiste Arbeitszeit in Anspruch. Unsere Strohvorräte verringern sich täglich, sodass wir auf den Beginn des Frühlingswetters warten, um die 1,5 jährigen Rinder und die Kühe wieder auf die Weiden zu lassen.

In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen einen sonnigen, wohligen und gesunden März!

Ihre Familie Vollmer

Februar 2015

Auch im neuen Jahr verfliegen die Tage und, wir haben den zweiten Monat erreicht. Auf den richtigen Winter warten wir noch immer, auch wenn die Kinder sich wenigstens einmal über eine Rodelpartie im Schnee freuen konnten. Auch der Frost ist nach langem Warten für einen Tag eingekehrt, und wir konnten die letzten Ackerflächen pflügen. Die Hoffnung einer Wintergare, d.h. die Lockerung der Bodenstruktur durch die Wirkung des Frostes, kommt uns allerdings langsam abhanden. Eine frostige Woche würde uns tatsächlich erfreuen, denn dann könnte der Kuhstall entmistet und die Acker- und Weideflächen gedüngt werden. Bei den nassen Bodenverhältnissen ist es undenkbar, auf den Flächen Mist zu fahren. Die Ausbringung im Winter ist allerdings vor allem im Grünland nötig. Im Frühling, wenn der Boden abtrocknet und die Pflanzen anfangen zu wachsen, wollen wir die Kühe zum Beweiden aus dem Stall lassen. Der Mist sollte bis dahin von den Bodentieren eingearbeitet sein, sonst schmeckt das frischeste Gras nicht.

Im Januar haben wir viele Maschinenreparaturen hinter uns gebracht, sodass die Kreiselegge, der Ladewagen und auch das Güllefass in der nächsten Saison wieder einsatzfähig sind.

Die tragenden Fersen des letzten Herbstes haben in der letzten Woche abgekalbt und unser Kälberboxen sind wieder gut gefüllt. Die Rinder werden, in der nächsten Woche,  in die Kuhherde integriert. Das ist für alle Tiere eine unruhige Zeit, denn die Rangverhältnisse in der Herde müssen teilweise neu geklärt werden. Für uns bedeutet diese Phase, mehr Zeit und Aufmerksamkeit in den Kuhstallalltag aufzubringen, damit die jungen Tiere auch Zeit bekommen, sich frei im Kuhstall zu bewegen und die Umgebung kennenzulernen, z.B. wenn die anderen Kühe nach dem Melken schon im Gitter stehen und fressen.

Eine zweikalbige Kuh hat in der letzten Woche Zwillingskälber bekommen. Leider hat das kleinere der beiden den dritten Tag nicht überlebt. Scheinbar hatte das Tier zu viel Fruchtwasser in die Lunge bekommen und konnte es nicht wieder loswerden. Ein trauriges Ereignis, vor allem weil Bauer Bernd in den Kalbenächten, alle 2 bis 3 Stunden, Kontrollgänge im Stall gemacht hat, um die Geburten zu kontrollieren und ggf. Unterstützung zu leisten.

Unsere eigenen mehligen Kartoffeln sind zu neige gegangen. Wir suchen wir fieberhaft nach Ersatz aus der Region. Da es unseren Kollegen im letzten Kartoffelanbaujahr aber recht ähnlich erging wie uns und die Erntemenge gering ausfiel, erschwert es die Suche.  Wir hoffen Ihnen im Februar auch wieder eine mehlige Sorte anbieten zu können.

Wie zu Beginn des Jahres vermutet, haben wir viel Zeit im Büro verbracht und auch die Organisation des diesjährigen Hoffestes wird diesen Umstand nicht verändern.

Wir laden Sie schon jetzt herzlich zum diesjährigen Hoffest, am Sonntag den 31. Mai auf unserem Biolandhof ein!

Wir wünschen Ihnen einen gesunden und fröhlichen Februar!

Ihre Familie Vollmer

Januarnachrichten

Ein neues Jahr hat begonnen und für uns wird es, unabhängig von Witterung und anderen unbeeinflussbaren Befindlichkeiten, ein sehr aufregendes und spannendes Jahr werden. Der landwirtschaftliche Betrieb ist mit dem ersten Januar dieses Jahres auf die nächste Generation übergegangen. Der neue Betriebsleiter, Bernd Vollmer, wird in den nächsten Wochen, ja vielleicht auch Monaten, viel zusätzliche Zeit im Büro verbringen müssen, um all die formalen Anpassungen vorzunehmen. Obwohl sich am Betriebsablauf für uns nichts Wesentliches verändern soll, fordern die Papiere Veränderung.

Auch der Hofladen muss daher offiziell in neue Formen gebracht werden. Seit 1. Januar wird der Laden durch die „Monika und Bernd Vollmer GbR“ geführt werden. An unserer Arbeit für Sie wird sich dabei ebenfalls nichts ändern.

Es gibt mit Maria Deckert ein neues Gesicht im Verkauf. Sie wird an den Samstagen als Vertretung für unsere Verkäuferin Ulla präsent sein und im Frühjahr im Gemüseanbau ein wenig frischen Wind in den Garten bringen. Wir sind gespannt, was uns das neue Jahr bringen wird.

Wie in jedem Winter nimmt die Stallarbeit die meiste Zeit in Anspruch. Die Tiere wollen gefüttert, eingestreut, gemistet, gemolken und umsorgt werden.

Es sind auch wieder 2 Schweine auf unserem Hof eingezogen. Da wir nicht wie sonst Tiere aus Verl  bekommen konnten, sind wir nach Werther zu Familie Maaß gefahren. Der Biolandbetrieb gehört ebenso wie wir zur Regionalgruppe Bielefeld und hat viele Jahre Erfahrung in seiner Arbeit mit Sauen und Ferkelaufzucht im Offenstall. Für unsere Kinder war es das erste Mal, dass sie eine 4-jährige Sau zu Gesicht bekommen haben. Als der erste Schock überstanden war, wurde die Faszination ebenso groß. „Die ist ja genauso lang, wie `ne Kuh“, sagte unsere Große.

Unsere Weihnachtsfeiertage waren vornehmlich durch Krankheit geprägt, daher kamen uns die freien Tage zwischen den Feiertagen sehr gelegen, um trotzdem ein wenig Erholung zu bekommen und liegengebliebene Arbeit zu erledigen.

Am Sonntag vor Silvester gab es dann endlich einmal richtig Frost und wir versuchten sofort, die übrig gebliebenen Ackerflächen zu pflügen. Der Grünaufwuchs war allerdings so stark, dass der Frost nicht in den Boden reichte und das Ackern in der feuchten Erde nicht so war, wie wir wollten. Drum warten wir noch ein wenig…

Auch in der Landwirtschaft wird es ein neues Gesicht auf unserem Hof geben. Danny Salomon ist mit seiner Lebensgefährtin Maria aus Rügen ins schöne Ostwestfalen gezogen, um in einer vielseitigen, kleinstrukturierten Landwirtschaft zu arbeiten. Viele Bastelarbeiten erwarten den jungen Landwirt jetzt in der Winterzeit.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes und glückliches Jahr 2015 und

einen winterlichen Januar!

Ihre Familie Vollmer

Dezembernachrichten

Wir sind wieder im letzten Monat des Jahres angekommen.

Da unsere Kühe schon einige Wochen im Stall verbracht haben, wurde es wieder Zeit, eine Ladung Steinmehl zu kaufen. Das feine Pulver streuen wir täglich in die Strohliegeflächen ein, das bindet die Feuchtigkeit und spart somit Stroh und es bringt Mineralien in den Boden, die die Umsetzungsprozesse (der Umbau von Dünger zu pflanzenverfügbaren Nährstoffen) fördern. Aus Kostengründen kaufen wir das Steinmehl lose ein, d.h. 10 Tonnen werden uns per  LKW auf die saubere Mistplatte geladen. Damit das Steinmehl nicht klumpig wird, muss es trocken lagern, also müssen wir es unter Dach bringen. Wir füllen das lose Mehl in Big Bags um und stapeln es in der Strohhalle. Diese Arbeit füllt einen ganzen Tag aus. Die Suche nach Alternativen hat bereits begonnen. Wir suchen einen überdachten Behälter, der die Mindestliefermenge Steinmehl fassen kann und eine einfache Entnahme im Winteralltag ermöglicht.

Auch die letzten Rinder mussten wieder in den Stall einziehen, da die Weiden kahl gefressen waren.

 Zwei junge Tiere mussten die Herde in den letzten Wochen verlassen, um von uns zum Schlachter gebracht zu werden. Das letzte Kleegras ist abgeerntet und wurde den Tieren anstatt als Winterkonserve als Frischfutter vorgelegt.

Endlich ist es uns gelungen, die letzte Fläche mit Dinkel zu säen. Damit wir die (trotzdem recht feuchte Fläche) Fläche nicht unnötig befahren mussten, haben wir diese Arbeit an den Lohnunternehmer abgegeben. Er hat eine Saatkombination und kann den Boden mit der Kreiselegge saatfertig machen und gleichzeitig die Saat ausbringen. Normalerweise finden wir es besser, diese zwei Schritte zeitversetzt vorzunehmen, damit der Boden nach dem Eggen wieder antrocknen kann, sodass die Saatkörner in einen lockeren Boden gelegt werden können. Doch in einem Herbst wie diesen müssen Kompromisse eingegangen werden. Den Schaden durch zweimaliges Befahren haben wir diesmal als höher eingeschätzt als den Nutzen des trockenen Saatbettes. Zumal es dieses Jahr schwierig ist, eine trockene Periode zu erwischen. Die Kehrenden haben wir aus diesem Grund noch nicht gepflügt, denn hier lässt sich das mehrmalige Befahren nicht vermeiden und der gesetzte Boden kann den Druck des wendenden Treckers besser verkraften, ohne schwere Schadverdichtungen davon zu tragen. Diese Teile der Fläche sind nun auch bestellt (also eingesät), nun hoffen wir auf den Aufgang, ohne dass die Vögel zuviel der Saat wegfressen. (Da unser Saatgut nicht gebeizt [mit einer Giftschicht ummantelt] ist wie im konventionellen Landbau rundherum, freuen sich die Tiere über den Leckerbissen.)

Einige Arbeitsstunden haben wir damit verbracht, die Maschinen in den Gebäuden unterzubringen und somit vor Regen und Schnee zu schützen.

Wir haben viel Zeit beim Hof fegen verbracht. Die alten Eichen sind im Sommer die schönsten Schattenspender der Welt. Im Herbst machen sie jedoch viel Arbeit, bis das letzte Blatt gefallen ist und alle Ecken wieder gefegt sind. Auch die Dächer der Strohlager und der Halle wurden einmal von Laub und Dreck des Jahres befreit, die Dachrinnen sind öfter dran, hier schwappt das Wasser schnell über.

Für die nächste Saison haben wir die Pflanzkartoffeln schon geliefert bekommen. Da unsere Ernte in diesem Jahr sehr knapp ausgefallen ist, konnten wir kein Saatgut aus eigener Ernte bereitstellen und müssen das Pflanzgut zukaufen. In regelmäßigen Abständen lohnt die Nutzung zertifizierten Pflanzgutes sowieso, denn die Anfälligkeiten und Krankheiten sind dabei in der Regel geringer und die Ernte somit stabiler (zumindest auf der Grundlage des Pflanzgutes, die Witterung spielt natürlich ebenfalls eine erhebliche Rolle) .Der Winter ist immer die Zeit der Fortbildung. Es wurden Seminare besucht zu den Themen Weidewirtschaft, Zwischenfruchtanbau, Eiweißpflanzen selbst erzeugen und Homöopathie bei Kuhstall.

Am 19. Dezember wird es noch einmal frisches Rindfleisch geben. Wer bisher nichts abbekommen hat kann uns gern seine Vorbestellung zukommen lassen.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden Dezember, eine gemütliche Vorweihnachtszeit, ein besinnliches Fest und einen fröhlichen Start ins neue Jahr!

Ihre Familie Vollmer

Novembernachrichten 2014

Ein feuchter Herbstmonat ist vergangen.

Die diesjährige Herbstaussaat gestaltet sich in diesem Jahr sehr schwierig. Noch immer haben wir unsere Dinkelaussaat nicht beendet, die lehmigen Böden lassen sich noch immer nicht befahren, ohne tiefe Spuren zu hinterlassen. Vor allem für uns Biobauern ist es wichtig, gut funktionierende Böden zu haben, d.h. die kleinen und größeren Hohlräume im Boden müssen vorhanden sein, um ausreichend Wasser und Luft für die Kleinstlebewesen zu bergen, welche uns unter anderem unseren Dünger in pflanzenverfügbare Formen bringen. Eine unbedachte Fahrt auf nassem Acker hinterlässt langanhaltende Spuren in diesem empfindlichen Gefüge, daher fällt es uns in diesem Jahr wirklich schwer, die Entscheidung zum Ackern zu treffen. Das Wetter schlägt nach kurzer Trockenheit immer wieder um. Die Zeit zum Abtrocknen reichte bisher nicht aus. Ursprünglich hatten wir vor, noch einen fünften Grasschnitt zu machen. Das Kleegras ist durch die sehr warme Witterung im September und Oktober noch einmal gut gewachsen. Zum Silieren fehlte uns bisher eine ganze Woche ohne Niederschläge. Jetzt sind die Tage bald schon zu kurz und zu kalt, als dass es Silierwetter geben kann. Wir schneiden deshalb täglich frisches Gras für unsere Kühe, die seit einer Woche dauerhaft im Stall sind (Die Weiden sind derzeit so feucht, dass die Tiere mit ihren Klauen zu viel Schaden machen würden.). Der Futterraps, den wir nach den Kartoffeln eingesät hatten, wurde bereits gänzlich von den Kühen abgeweidet, bevor sie eingestallt wurden.

Unsere Rinder müssen immer häufiger umziehen und beweiden jetzt die letzten, eher trockenen Flächen, die wir ihnen bieten können. Wir verbringen also viel Zeit damit, Weiden oder Grasflächen zu riegeln, also mit Stromdraht zu versehen, damit die Tiere auch dort bleiben, wo sie sein dürfen und nicht in Nachbars Garten.

Eine unserer neuen Errungenschaften in diesem Jahr war ein neues gebrauchtes Güllefass. Unser Altes zerfällt nach Jahrzehnten des treuen Dienstes langsam in seine Einzelteile und um ein Vakuum aufzubauen sind Löcher in der Außenhülle höchst unpraktisch. Um den Richtlinien der EU-Agrarreform 2016 gerecht zu werden, haben wir uns für den Kauf eines Fasses mit Schleppschlauchausbringung entschieden. Der Vorteil ist die bodennahe Ausbringung, so stört Wind nicht und der Dünger wird gleichmäßig verteilt. Das 6 m³ Fass ist fast doppelt so groß wie unser Altes  (4 m³)und war das Kleinste, was wir auf dem Markt finden konnten. Es wurde verkauft, weil es für Großbetriebe  mittlerweile zu klein ist.

Da der Koloss bei den Vorbesitzern anders befüllt wurde, mussten wir es nun anpassen, damit wir es testen und dann einfahren konnten. Das bedeutete einige Bastelarbeit. Wir haben die wenigen trockenen Tage nutzten können, um etwas Gülle auf die Wiesen zu fahren, damit die Güllegrube ausreichend leer ist für die Winterzeit, in der alle Tiere zu Hause sind. Das  Düngen der Flächen ist ab Mitte November bis Ende Januar verboten, um Nährstoffverluste ins Grundwasser zu vermeiden. Schließlich können die Pflanzen bei kaltem Wetter keinen Dünger gebrauchen, weil sie nicht wachsen.

Im Garten hat sich in den letzten Wochen auch viel getan. Die Hokkaidos sind geerntet. Durch die hohe Bodenfeuchte mussten wir schon auf dem Acker viele Kürbisse wegen faulen Lagerstellen aussortieren. Dieses Problem haben wir auch schon von Kollegen gehört, sodass es in diesem Jahr vielleicht  nicht so viele Kürbisse geben wird.

Der Garten ist umgegraben und fertig für den Winter.

Das erste Sauerkraut haben wir gestampft. Es wird nach einer dreiwöchigen Gärzeit, Mitte November, zum Verzehr geeignet sein. Das kalte Wetter macht dann auch gleich Lust auf Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden November!

Ihre Familie Vollmer

Oktober 2014

(Auf dem Band VORN liegen die GUTEN, hinten die schlechten Kartoffeln.)

Der erste Herbstmonat in diesem Jahr ist vergangen.

Einige sonnige Tage durften genossen und zum Arbeiten genutzt werden.

Wir konnten auf dem abgetrockneten Maisacker die reifen Pflanzen häckseln. In den Randfurchen war der Boden allerdings noch nass, sodass sich der Häcksler in der ersten Runde festfuhr und mit dem Trecker rausgezogen werden musste. Eine sehr aufregende Angelegenheit, da unser Zeitfenster für die Ernte, auf Grund des vollen Terminplans unseres Lohnunternehmers, recht begrenzt war! Nach dem schwierigen Einstieg ging die Maisernte jedoch problemlos in 2 Stunden von statten. Für das Abdecken des Haufens, mit Folie und Erde brauchten wir den Rest des Tages. Jetzt muss der Haufen mindestens 8 Wochen luftdicht liegen bleiben, damit die Milchsäurebakterien den Maiszucker verarbeiten können und das Futter durchsäuert und haltbar wird.                 Zur Zeit verfüttern wir Maissilage aus der letzten Ernte. Unser Experiment, den Mais in Wickelballen zu pressen, ist gut gelungen und die Kühe freuen sich über die Futterabwechslung in der jetzigen Übergangszeit. Sie dürfen seit den letzten starken Regenschauern nur noch tagsüber auf die Weide, da das Graswachstum nicht mehr ausreichend für die alleinige Fütterung ist  und es abends nach dem Melken schon sehr schnell dunkel wird. Im Stall bekommen sie täglich 2 kg Maissilage, dazu 15 kg Landsberger-Gemenge mit einem hohen Getreideanteil (d.h. viel Strohhalme im Futter aufgrund des Hagels letztes Jahr) und 25 kg geschnittenes Frischgras.

Auch auf den Rinderweiden wird das Gras immer kürzer, so dass wir wieder mehr Zeit mit dem Fangen und Umtreiben der Jungtiere verbringen müssen. Sehr zum Spaß der Kinder klappt es bei Mama auch nicht immer reibungslos, die 350 kg Tiere am Strick zu führen. Da kommt es schon mal zum „Hosenschlittern“ mit Rinderantrieb, was einen sehr nassen Hintern zur Folge hat.

Die Herbstsaat, die wir unbedingt noch machen wollten, konnte in der Schönwetterphase auch stattfinden. Der Roggen wurde ausgesät, ebenso wie die Tritikale zusammen mit Winterackerbohne. Im letzten Jahr hatten Kollegen die Tritikale zusammen mit der Wintererbse auf dem Acker stehen und der Getreideanteil war am Schluss zu gering, die Erbse überwucherte alles. Deshalb probieren wir es diesmal mit einer, für uns ganz neuen Frucht, der Winterackerbohne (die im Unterschied zur herkömmlichen Ackerbohne schon im Herbst gesät wird und nicht erst im Februar) aus.

Noch immer sind wir mit der Kartoffelaufbereitung beschäftigt. Der Schaden, der sich aus der geringen Erntemenge ergibt, wird durch die eher schlechte Qualität noch verstärkt. Es bleiben bei der Feinsortierung für den Verkauf durchschnittlich 40 % als vermarktungsfähige Ware übrig. Der Rest ist zumeist durch Pilze (Rhizoktonia), Drahtwurmfraß oder andere Bissverletzungen ( Mäuse, Fasane) so stark beschädigt, dass er aussortiert werden muss. In einem solchen Jahr ist die Arbeit am Sortierband keine erfreuliche, eher eine frustrierende Arbeit.

Geschmacklich sind die Knollen aus der Erde jedoch, wie gewohnt, ein Genuss.

Wir sammeln in diesem Monat wieder Fleischbestellungen. Wer Interesse hat darf sich in den nächsten Wochen bei uns melden.

Wir wünschen Ihnen einen bunten Oktober!

Ihre Familie Vollmer

Hofbrief September 2014

Ein weiterer  Monat ist vergangen. Die Kartoffelernte stand für uns im Vordergrund. Da uns die Angst nach weiteren, großen Regenschauern nicht loslassen wollte (und das ein weiteres Heraustreten des Hamelbachs zur Folge gehabt hätte), haben wir uns beeilt, die Kartoffeln in die Kisten zu bekommen. Aufgrund der Bodenfeuchte, der geringen Größe der Knollen, der großen Anzahl fauler Knollen und Riesenkluten (Erdklumpen) entschieden wir uns wieder für die Handarbeit. Wir fuhren also in den Sommerferien drei Wochen lang jeden trockenen Tag mit dem kleinen Schüttelroder auf den Acker, ließen ihn die Kartoffeln aus der Erde holen und sammelten mit viel tatkräftiger Unterstützung von Freunden, Bekannten und Nachbarn die Knollen in Körbe, die wir dann in Holzkisten entleerten. Die Kinder vom Hof und der Nachbarschaft durften erste Erfahrungen mit dem Treckerfahren machen. Ein Highlight, neben der eher langweiligen Sammelarbeit.

Nach der Ernte mussten die Kartoffeln durchsortiert werden, um rechtzeitig faule Knollen rauszuschmeißen, bevor sie die anderen anstecken können. Ein Teil der Ernte wird hier sofort als Kuhfutter aussortiert. Mäusefraß, grüne Knollen, Drahtwurmlöcher und andere Verletzungen sind die Merkmale, die beim Sortieren beachtet werden müssen. Seitdem die Knollen übers Band rollen, gibt es wieder 2,5kg; 5kg und 12,5kg Gebinde im Laden.

Auch den Kartoffelversuch mit seinen 24 unterschiedlichen Sorten haben wir mit Hilfe von Familie, Freunden und Bekannten an einem trüben Samstag ernten können. Leider war nur die Hälfte des aufwändig angelegten Versuches zu beernten. Die zweite Hälfte war vom Stauwasser betroffen und zu viele Knollen waren verfault, so dass die Aussagekraft für den Versuch nicht mehr gegeben war.

Die abgeernteten Äcker wurden gegrubbert und geeggt. Die Zwischenfrüchte wurden gesät. Ölrettich und Winterwicken wachsen zur Begrünung auf dem Acker, um restliche Nährstoffe in der Pflanzenmasse speichern zu können. Der gesäte Raps wird bei uns als Futterpflanze ausgebracht. Die Kühe freuen sich in der Übergangszeit (wenn das Gras auf den Wiesen weniger wird und sie nachts wieder im Stall bleiben müssen) auf diese Leckerbissen.

Wir müssen unbedingt das Kleegras für die nächste Saison drillen. Der Boden ist aber noch immer so feucht, dass an eine gute, feinkrümelige Saatbettbereitung nicht zu denken ist. Also hoffen wir, dass uns jetzt im September noch ein paar Tage Sonnenschein vergönnt sind, um unsere Arbeit erledigen und mit einem guten Gefühl in den Herbst gehen zu können.

Das erste Rind hat gekalbt und ist jetzt Teil unserer Kuhherde. In den nächsten Wochen werden es noch einige mehr werden.

Lange mussten wir auf passendes (trockenes Wetter über mehr als 2 Tage) Silierwetter warten, um unseren 4. Grasschnitt ernten zu können. Das Glück war uns hold und jetzt stapelt sich das gesamte Winterfutter (Gras / Kleegras) auf der Siloplatte neben dem Kuhstall.

Die Äpfel werden reif und die ersten müssen unter den Bäumen aufgesammelt werden. Zeit zum Apfelmuseinkochen.

Im Garten wächst der Mangold noch immer gut, die Hokkaido sind mittlerweile reif und machen Appetit auf Bachofenkürbisscheiben mit Pellkartoffeln.

Wir wünschen Ihnen für die ersten herbstlichen Tage viel Gesundheit!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief August 2014

Der letzte Monat stand ganz im Zeichen der Ernte.

Wir haben es geschafft, unser ganzes Getreide zu dreschen. Zuerst waren die Triticale und der Roggen an der Reihe, dann Hafer-Gerste-Gemenge, die Gerste, der Dinkel und zuletzt der Weizen. Eine sehr nervenaufreibende Ernte, denn viele, starke Regenschauer kamen bei uns an, so dass es sehr schwierig war den richtigen Moment zum Dreschen zu finden. Durch den Regen wurde das Getreide immer wieder nass und damit nicht lagerfähig. Auch nach Tagen konnten wir die Nässe noch auf dem Ackerboden sehen, an ein Befahren war dann nicht zu denken.

Das gedroschene Getreide fahren wir zum Hof, wo es über eine Reinigung, in die Trocknung geblasen wird. Da wir einen großen Teil unsere Ernte als Backgetreide aufbereiten, muss das Korn gut trocken sein, damit keine Lagerschädlinge drangehen. Nur richtig trockenes Getreide (12%) wird in die Silos eingelagert. Der Roggen war frisch vom Feld bereits trocken, die Gerste (16%) war eher feucht und musste stark getrocknet werden.

Nach der Roggenernte holte uns ein starkes Gewitter ein und das Stroh lag über eine Woche auf dem Acker. Wenn es längere Zeit getrocknet hatte sind wir sofort mit dem Heuwender hineingefahren, um das Stroh auseinander zu werfen, damit es schneller trocknen kann. Danach musste es wieder zusammengeschwadet werden, damit die Feuchtigkeit vom Boden (über Nacht) nicht wieder hineinzieht und das Stroh von der Presse aufgenommen werden konnte.

Noch haben wir nicht unser gesamtes Stroh eingefahren.

Auch für die jetzt anstehende Bodenbearbeitung brauchen wir trockenes Wetter. Wir müssen die Stoppeläcker grubbern, teilweise mit Mist bestreuen und wieder zur Saat bereit machen.

Auf den Roggen- und Tritikalestoppeln mussten wir Gülle (bzw. Jauche) fahren, denn unser Güllelager war nach dem vielen Regen sehr voll. Das Regenwasser der gesamten offenen Laufstallfläche fließt bei uns ins Güllelager. Da kommt einiges zusammen.

An 2 Tagen mussten unsere Kühe im Stall bleiben, weil wir auf Grund der Bodennässe keine Weide fanden, in der sie keine nassen Klauen bekommen hätten. Wenn der Boden zu nass ist, treten die Kühe Löcher in die Grasnarbe. An diesen Stellen verschwindet das gute Futtergras und Unkräuter können sich ausbreiten.

Wir haben den 3. Kleegrasschnitt gemacht und damit den Futterreserveberg für den Winter etwas vergrößert.

Unsere Kartoffelernte gestaltet sich ebenfalls schwierig. Der Hamelbach ist bisher dreimal über seine Ufer getreten und hat den Kartoffelacker überflutet. Dort, wo das Wasser längere Zeit auf dem Acker stand, faulen jetzt die Knollen in der Erde. Auf dem halben Acker werden wir zwischen 20 und 80 % der Knollen auf dem Feld lassen müssen. Die faulen Knollen dürfen nicht mit ins Lager, denn sie würden die anderen anstecken und die Fäulnis könnte sich ausbreiten. An ein Ernten mit der Vollerntemaschine ist nicht zu denken.

In unserem Garten sind jetzt die Zucchini, die Rote Beete, der Mangold und die ersten Zwiebeln reif zum Ernten. Auch für die Zwiebelernte ist der nasse Sommer schlecht. Sie brauchen Sonne und Wind zum Abtrocknen. Feuchtigkeit bringt auch hier Fäulnis.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen August!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief Juli

Der letzte Frühlingsmonat ist vergangen.

Wir haben uns zu Beginn des Monats viel Zeit im Büro nehmen müssen, denn unsere alljährliche Biokontrolle stand vor der Tür und die muss gut vorbereitet werden. Alle Warenbewegungen des letzten Jahres werden kontrolliert, also z.B. „Wo ist der letzte Ochse geblieben?“ oder „Wie viele Kartoffeln wurden verkauft und passt diese Zahl zur Erntemenge?“ oder „Gibt es zugekauftes Futter? Wenn ja von wem? Dessen Biozertifikate müssen nachzuweisen sein!“. Dieser Termin ist für uns immer anstrengend, denn an einem Tag (von 9 – 20 Uhr) wird ein ganzes Jahr abgearbeitet.

Auf dem Acker ist es etwas ruhiger gewesen.

Unser Maisacker wurde dreimal mit der Hacke befahren. Dabei wurden die Unkrautpflanzen zwischen den Reihen ausgerissen, in den Maisreihen verschüttet und der Boden wurde nochmals belüftet, wodurch die Umbauprozesse im Boden angekurbelt werden und mehr Nährstoffe für die Pflanzen bereitstehen.

Den ganzen Monat über waren wir mit der Frühkartoffelernte beschäftigt. Jede Woche haben wir 250 kg Kartoffeln per Hand geerntet. Dabei nutzen wir zur Arbeitserleichterung den Traktor. Unser Schüttelroder kann umgebaut werden, so dass er nicht mehr die Kartoffeln aus der Erde schüttelt, sondern lediglich die Erde unter den Knollen unterschneidet. Durch diesen einfachen Arbeitsgang sparen wir Menschen viel Kraft, denn die Erde ist, trotz häufigen Niederschlägen, teilweise sehr hart und schwer mit den Händen klein zu kriegen. Jetzt können wir, wie im Sandkasten, nach den Knollen buddeln und sie in 20 kg Kisten sammeln. Nach der Ernte werden die Kartoffeln per Hand von der groben Erde befreit und sortiert. Alle kaputten, grünen, angefressenen oder sehr krumm gewachsenen werden von der Verkaufsware getrennt. Um auf diese Weise 250 kg verkaufsfertige Ware zu erlangen ist ein gesamter Arbeitstag von 2 Personen nötig.

In unserem Sortenversuch der Landwirtschaftskammer ist nach 70 Tagen nach dem Legen die erste Proberodung erfolgt. Hierbei zeigte sich wieder, wie unterschiedlich die Sorten sind. Vor allem in einem feuchten Jahr wie diesen haben schnelle Sorten Vorteile, denn die Krautfäule steht sehr stark im ganzen Kartoffelbestand und die Wachstumszeit wird durch das Verschwinden des Laubes stark begrenzt.

Auch unseren 2. Grasschnitt konnten wir machen. In einer sehr kurzen Gutwetterphase (2 Tage) haben wir unseren Mut zusammengenommen und 1 spätes Kleegrasfeld und den Rest unserer Wiesen geschnitten (10 ha insgesamt). Das Glück war uns hold. Jetzt stehen weitere 58 Silageballen für die Winterfütterung bereit.

Unser Bulle Socke durfte für 4 Wochen auf die Rinderweide umziehen, und dort den Nachwuchs für den nächsten Winter sicher zu stellen. Jetzt ist er wieder zu Hause und darf in der Kuhherde mitlaufen.

Im Garten werden die ersten Zucchini reif, der Mangold wächst noch immer gut und auch die ersten Zwiebeln sind dick genug für die Ernte.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Monat!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief Juni

   Ein nasser Monat ist vergangen.

Unsere Kühe dürfen jetzt bei Tag und bei Nacht auf der Weide grasen, sodass die Morgenarbeit für den Melker mit dem Eintreiben der Kühe bei aufgehender Sonne beginnt.

Auf dem Acker ist im letzten Monat viel passiert.

Die Kartoffeln wurden gestriegelt und nach einiger Zeit wieder mit der Rollhacke angehäufelt. Diese zwei Arbeitsgänge sollen den Kartoffelacker sauber halten, d.h. dass kleine Unkraut verschütten bzw. ausreißen, damit es nicht groß werden kann. Als unsere Kartoffeln vor 7 Jahren zuletzt auf diesem Acker (Bach West) angebaut wurden, gab es im Sommer viel Niederschläge und der Hammelbach erstreckte sich über den ganzen Acker. Die Folge dieser zweimaligen Überschwemmung waren viele faule Kartoffeln und wenig Spaß beim Roden und Sortieren. Auch in diesem Jahr stehen die Kartoffeln wieder hinterm Hof und es hat viel geregnet, sodass der halbe Acker vom Hamelbach geflutet wurde. Die Kinder hatten ihren Spaß, in einer großen Wattlandschaft die Kontrolle über ihre Stiefel zu verlieren, die einfach nicht an den Füßen, sondern im Boden haften bleiben wollten. Die Reihen sind soweit wieder abgetrocknet und wir hoffen, dass die Pflanzen noch keine Schäden zurückbehalten haben. Doch bevor das Kartoffelkraut die Reihen dicht macht (der Boden kein Licht mehr bekommt), müssen wir noch einmal die Dämme anhäufeln (je größer der Damm, umso weniger grüne Knollen). Leider sind große Teile der Fläche noch immer nicht befahrbar, ohne den Boden kaputt zu drücken oder sich fest zu fahren. Es wird also spannend, was das Kartoffeljahr bringt.

Nach dem ersten Grasschnitt (schnell wachsendes Landsberger Gemenge) haben wir einen guten Hektar Fläche mit Mist gedüngt, umgebrochen und Mais gelegt. Nach dem Legen konnten wir als Startdüngung einmal Gülle fahren. Die Pflanzen brauchten bei warmer und feuchter Witterung 5 Tage um durchzuspitzen, also die Erdoberfläche zu durchbrechen. In dieser ersten Woche wurde die Fläche bereits einmal gestriegelt (Vorauflaufbearbeitung), um die Unkräuter auszureißen und wenig Konkurrenz für die kleinen Maispflänzchen zu haben.

Auch das restliche Gras in den Weiden haben wir gemäht. Ca. 5 ha wurden nach 2 Tagen in Wickelballen siliert. Die restlichen 4 ha haben wir weitere 3 Tage auf der Fläche trocknen lassen, um sie später als Heuballen einzufahren. Es ist unser erstes Jahr ohne kleine Heuballen, die Handarbeit war zuviel. Drum gibt es Rundballen. Dabei war uns das Glück auch erst nicht hold. Die Presse ging nach dem ersten halben Hektar kaputt und war auch nicht einfach und schnell zu reparieren. Es musste schnell eine neue her, denn es war Regen gemeldet. Zum Glück ließ sich ein Ersatz finden, leider arbeitete die Maschine viel ungleichmäßiger als die gewohnte, sodass die Heuballen aussehen, wie „Eierpflaumen“ und sich schlecht stapeln lassen. Eine neue Kindersperrzone ist entstanden, denn sicher stehen die Ballen in diesem Jahr nicht.

Unsere Rinder durften im letzten Monat häufiger die Weiden wechseln. Zwei 2-jährige Tiere haben alle kleinen Rasenflächen am Hof abgefressen, sodass wir uns den Rasenmäher sparen konnten. Nun fressen sie auf einer früh abgeernteten Weide.

Im Garten sind die Kürbisse umgepflanzt ins Freiland, die Bohnen sind gelegt und die Erbsen wurden gestockt.

Im Juni werden wir unsere Schweine schlachten, sodass es wieder Grillwurst und Koteletts gibt.

Die 1. Frühkartoffeln gibt es nun auch, wir ernten zur Schonung der feinen, empfindlichen Schale komplett von Hand. Gute Lagerware gibt es natürlich weiterhin mit den Sorten Allians (festkochend), Linda (fast festkochend) und Afra (mehlig).

Wir wünschen Ihnen einen glücklichen Monat!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief Mai 2014

Ein wonniger Frühlingsmonat ist vergangen.

Wir haben das trockene Wetter genutzt, um unsere Kartoffeln zu legen. Mit vielen, fleißigen Händen konnten die, gut vorgekeimten, Kartoffeln ihren Weg in die Erde finden. Auch in diesem Jahr haben wir wieder einen Sortenversuch für die Landwirtschaftskammer NRW.

24 verschiedenen Sorten mit unterschiedlichsten Reife- und Kocheigenschaften wachsen in einer genau  abgesteckten Fläche heran und sollen uns zeigen, wie tauglich sie im Bioanbau sind. Manches Pflanzgut war so groß, dass die Legemaschine regelmäßig verstopfte und wir die leergebliebenen Dämme mit den Händen wieder auf buddeln mussten, um dann alle 30 cm eine Knolle hineinzulegen. So waren wir von 11 Uhr bis 19 Uhr auf dem 1,3 ha großen Acker mit 8 Leuten gut beschäftigt. Für unsere Direktvermarktung haben wir 6 verschieden Sorten gelegt, 3 mehlig kochende, Solara als mittelfest kochende und Linda und Allians als festkochende Sorten. Die erste Bearbeitung mit der Rollhacke haben die jungen Kartoffeldämme hinter sich. Wichtig ist für uns, dass die Erde am Damm sauber bleibt, bis das Kartoffellaub die Reihen beschattet und die Unkrautsamen kein Licht zum Keimen mehr bekommen. Unkräuter wie z.B. die Melde könnten die Kartoffelpflanzen sonst überragen und ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe wegnehmen. Später, wenn das Kartoffelkraut abgestorben ist und die vielen, wartenden Samen wieder Licht bekommen, ergrünt der Acker erneut. Es gibt dann aber keine Konkurrenz mehr zur Hauptfrucht und deshalb ist es für uns o.k.

Die ersten Rinder durften auf die Wiese. Am Hof fressen die größeren Kälber tagsüber auf der Obstwiese und an den Wegrändern, nachts holen wir sie wieder in den Stall, wo es trocken und gemütlich ist.

Die Kühe dürfen jetzt auch abends, nach dem Melken, für 2 bis 3 h auf die Weide, um sich vor der Nacht den Bauch vollzufressen. Die Nächte sind noch zu frisch und feucht, um sie draußen übernachten zu lassen. Je mehr Zeit die Kühe auf den Wiesen verbringen, umso weniger muss in der Liegefläche im Stall frisch eingestreut werden. Das spart Stroh und Zeit. Die gewonnene Zeit brauchen wir, um Gräben zu säubern, Wiesen zu riegeln (die Zäune zu kontrollieren und neu zu machen) und an den KleegrasackerrändernHolz zu häckseln (um später freie Fahrt mit dem Mäher zu haben).

Unser Maissilohaufen am Hofweg ist jetzt leer. Wir haben den ersten Maiswickelballen aufgemacht und verfüttert. Ein spannender Moment. Das Futter ist gut siliert und wird von den Kühen gern gefressen.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden Mai!

Ihre Familie Vollmer

 Monatsbrief April 2014

Ein Monat ist vergangen und der Frühling lächelt uns entgegen. Die Schneeglöckchen stehen hinter unserem Garten, die Sträucher beginnen zu blühen und die Vögel singen ihre Lieder.

Der letzte Monat ist uns vor allem durch seine anhaltenden Niederschläge in Erinnerung geblieben. Der Regen in den letzten Wochen hat bei uns starkes Bangen hervorgerufen, denn unsere Güllegrube wurde immer voller und voller. Durch den großen, unüberdachten Bewegungsraum in unserem Kuh- und Rinderstall füllt natürlich auch das Regenwasser unsere Grube, was in diesem Jahr wirklich schwer ins Gewicht fiel, da der gesamte Winter sehr niederschlagsreich war. Ein wenig konnten wir uns damit behelfen, die alten Gruben unter bzw. neben der Deele (früher einmal Kuhstall) zu füllen, um etwas Luft im großen Güllekeller zu schaffen. Glücklicherweise kam nach ein paar Tagen eine Schönwetterphase und wir konnten nach zwei Tagen, in denen der Regen versickert war, auf den ersten hoch gelegenen Wiesen den ersten Dünger für die Frühjahrsnutzung ausbringen und wieder etwas Luft unter unseren Kuhstall schaffen.

Dem Jungbauer viel diese regenreiche Zeit ganz besonders schwer. Er hatte sich eine Blutvergiftung zugezogen und musste handlungsunfähig zuschauen was passierte. Zum Glück geht es ihm bereits besser! Das hilft der ganzen Familie, denn ein Totalausfall einer Person muss durch alle anderen ausgeglichen werden und ist manchmal kaum möglich.

Auch in den letzten Wochen wurden Kälbchen auf unserem Hof geboren, 7 Stück an der Zahl. 2 Männliche wurden bereits nach 14 Tagen von unserem Viehhändler abgeholt, um anderenorts in die Mast zu gehen. Leider lässt es unser Stall und vor allem unsere Futtersituation nicht zu, all unsere Tiere zu behalten und sie zu mästen. Vielleicht schaffen wir es zukünftig, einige Tiere mehr zu behalten. Derzeit laufen in unserem Rinderstall drei Ochsen mit, die nach einer langsamen Grasmast nach zweieinhalb Jahren schlachtreif werden. Die Kälber, die wir selbst behalten, haben wir umgestallt. Sie bilden jetzt eine „Kindergartengruppe“ am Ende unseres Rinderstalls. Dort werden sie 2 mal täglich mit frischer vollmerschen Vollmilch getränkt und können immer an Heu und Wasser gelangen, um sich an ein strukturreiches Futter zu gewöhnen. Dafür mußten auch  die anderen Gruppen zusammen- und aufrücken.

Wir haben natürlich wieder Zeit beim Kartoffelsortieren verbracht. Neben der Sortierung für den Verkauf haben wir auch Pflanzkartoffeln ausgesucht und sie in lichtdurchlässigen Kisten aufgestellt, damit sie starke Pflanzkeime bilden. Wenn das Wetter weiterhin so schön bleibt, werden wir zügig das erste Kartoffelland pflügen, um die Frühkartoffeln zu pflanzen und dann unter Folie zu verstecken. Das Pflanzgut dafür steht derzeit in unserem Heizungsraum. Dort steht es warm und hell. Durch die Wärme keimen sie schnell, das Licht sorgt für kurze und stabile Keime, die nicht abbrechnen; so wachsen sie im Boden schnell weiter zu Pflanzen.

Die regenfreien  sonnigen Tage haben wir Zeit mit der Kettensäge verbracht. In den Hecken und Randstreifen gibt es vor der Weidesaison immer einiges zu kürzen und aufzuräumen. Eine beliebte, aber körperlich anstrengende Arbeit.

Wir wünschen Ihnen einen wohligen Frühlingsanfang im März!

Ihre Familie Vollmer

Schon fast Weihnachten. Was davor geschah:

Wir haben die letzten Rinder aufgestallt. Gras ist zwar noch was da zum Abfressen, aber der Regen trübt das Ganze, die Flächen werden zu feucht und die Tiere vertreten zuviel, die Flächen leiden und bringen sonst nächstes Jahr weniger Ertrag. Außerdem ist das ständige Nasse nichts für die Tiere. Also ab in den Stall.

Dafür mussten auch einige Maschinen noch umziehen und einmal alles neu geordnet werden, so dass (fast alles unter Dach steht).

Im Stall steigt nun auch das Arbeitspensum an:

Täglich wird der Laufhof abgeschoben, der Liegebereich eingestreut, Silageballen und Silomais geholt. 2* täglich wird natürlich gemolken, den Liegebereich gesäubert, die Kälber mit frischer Milch getränkt und alle Tiere gefüttert. Während die Rinder vom Futter  „nur wachsen und satt“ werden müssen, sollen die Kühe auch noch Milch geben und irgendwann wieder tragend werden. Dies setzt eine ausgewogene Fütterung voraus. Wir beschränken uns hier auf die eigenen Futtermittel ohne viel Getreide, da Kühe ja Wiederkäuer sind und Fasern verwerten können. Die Leistung ist dadurch niedriger, aber auch natürlicher. Unsere Winterration enthält ca:

 

13 kg Silomais           -2Schüppen am Tag (energiereich, eiweißarm, ist das max. was die Tiere fressen  wollen und unser minimum, damit der Haufen nicht warm und schimmelig wird)

14 kg 1. Grasschnitt -1/2 Klee-, Dauergrünland-gras(im Mai geerntet, recht ausgeglichen in  Struktur und Energie, viel Ertrag, bisschen mehr Eiweiß im Klee als im Gras)

10 kg 4. Grasschnitt            – 2/3 Klee-, Dauergrünland-gras(im Oktober geerntet, kaum Struktur, Mittel Energie und viel Eiweiß vor allem im Klee)

5 kg 2.+3. Schnitt    -wechselnd, je nachdem an was man kommt und was gut zum Rest passt

(je nach Erntezeitpunkt wechselnde Gehalte)

2-3 kg Getreideflocken      – Hafer- Sommergerste- Weizengemenge, frisch gewalzt und mit Kanne Brottrunk und Curo Mineralfutter versetzt als Lockfutter im Melkstand, je nach Leistung zugeteilt. (Ökozukauf +Kanne Bruttrunk als positive wirkendes Milchsäureprodukt, und die Flocken stauben nicht;               + Curo – Mineralfutter: im Futter ist z.B. nicht genug Calcium, das bringt das Mineralfutter mit)

Das Ganze mündet dann bei ~ 22 kg Milch/ Kuh/ Tag, je nach Alter und Laktationsstadium (wann gekalbt).

 Wir wünschen Ihnen ein tolles Weihnachtsfest und einen angenehmen Jahreswechsel!

Ihre Familie Vollmer

 (Flugfurche mit >30 cm langen Luzernewurzeln, die >3 Jahre im Kleegras wachsen konnten)

Ein trockener Frühlingsmonat liegt hinter uns.

Wir haben die Zeit des schönen Wetters genutzt, um auf unseren Feldern aktiv zu sein. Die freien Flächen wurden gepflügt und geeggt. Beide Maßnahmen sind für uns wichtig, denn eine gewissenhafte Pflugfurche bringt einen sauberen Acker zum Vorschein. Das Eggen macht die Erde fein, damit die Körner darin gut „Fuß fassen können“ und ausreichend Wasser und Nährstoffe für die jungen Pflänzchen erreichbar sind. Nach der Bodenbearbeitung kommt das Säen. Wo letztes Jahr Kleegras stand wurde Sommerweizen gesät. Die Rapszwischenfrucht (nach den Kartoffeln aus dem letzten Jahr) wurde umgebrochen für eine Hafer-Sommergersteneinsaat und auch Sommergerste soll auf unseren Feldern in dieser Saison wachsen. (Die Winterungen wurden schon im Herbst gesät.)

Die anhaltende Trockenheit war für die Beackerung und Saat ein Segen, dennoch fehlt uns in diesem Frühjahr das Wasser. Etwa 80% des Niederschlages fehlen uns im Vergleich zu den Vorjahren. Die Pflanzen auf allen Flächen, egal ob Wiesen oder Äcker, warten bereits jetzt auf den Regen, der sowohl Feuchtigkeit als auch Wärme in den Boden bringen soll.

Die Weiden haben wir gestriegelt und geschleppt, um die Grasnarbe zu Lüften und die zahlreichen Maulwurfhaufen zu verteilen. Gern wollen wir die schwarzen Stellen (verteilte Erde der Maulwurfhaufen) nachsäen, doch dazu ist es im Moment zu trocken.

Auch die Winterkulturen, Dinkel, Roggen und Tritikale haben wir gestriegelt, um aufkommende Unkräuter zu beseitigen und den Boden zu belüften. Die Bodenluft spielt für die Umsetzung der organisch gebundenen Nährstoffe im Boden eine bedeutende Rolle und ist für uns Biobauern von großer Wichtigkeit, denn wir haben keinen chemischen, schnellwirksamen Mineraldünger zur Verfügung, der die Pflanzen wachsen lässt, egal wie ihr Fundament beschaffen ist.

Im letzten Monat hatten wir einen neuen Milchtank eingebaut. Dazu war es notwendig, unseren Zweittank abzubauen. Endlich hängt er wieder an fast alter Stelle und es gibt wieder ganz frische Vollmersche Biomilch zu kaufen, da wir sie separat lagern können. Da die Molkerei Söbbeke nur alle 3 Tage unsere Milch abholt und zur Molkerei bringt, können wir mit nur einem Tank nicht immer super frische Milch (am gleichen Tag gemolken) anbieten.

Im Garten liegen die ersten Zucchinikerne im Mistbeet und genießen die Sonne.

Das neue Kuhstalltor ist eingebaut, eine wohltuende Arbeitserleichterung.

Unser Jungbulle Socke hat seine erste Bewährungsprobe bestanden und hat bereits  4 Kühe gedeckt. Natürlich war ein wenig Hilfe von Nöten, denn die Kühe sind alle wesentlich größer als er. Sie mussten sich eine Stufe niedriger stellen, damit Socke ausreichend hoch auf den Rücken der „Mädels“ springen konnte.

Am 1. April feiert unser Hofladen 25-jähriges Bestehen. Als kleines Dankeschön gibt es im Laden und in jeder Gemüsekiste einen selbstgebackenen Appetithappen.

Wir danken Ihnen für Ihre Treue und wünschen Ihnen ein sonniges Osterfest!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief März

Ein frühlingshafter Monat mit vielen, kitzelnden Sonnenstrahlen liegt hinter uns.

Endlich konnten wir, bei gutem, trockenen Wetter, unseren Mist auf die Ackerflächen fahren. Hier soll er unsere diesjährigen Sommerkulturen und auch die nächstjährigen Kulturen düngen. Dazu brauchen wir weiterhin warmes Wetter und vor allem auch warmen Frühlingsregen, der den Boden erwärmt. Im warmen, feuchten Boden werden dann die kleinen Bodenlebewesen aktiv und bauen den Mist in seine Einzelbestandteile um, die die Pflanzen dann aufnehmen können und eigene Grünmasse bilden, also wachsen.

Unsere Kühe freuen sich, dass der Kuhstall entmistet wird. Sie dürfen in den Nachmittagsstunden auf das hofnahe Grünland und umzubrechende Kleegras zum Weiden. Auch unsere Offenstallkühe mit viel Platz freuen sich jedes Frühjahr aufs Neue, den Stall verlassen und die ersten Bocksprünge im Grünen machen zu dürfen. Eine Augenweide für uns Tierbetreuer und ein erstes Highlight im Jahr.

In diesem Winter hat sich unser Kuhstall stetig gefüllt, da viele Rinder neu gekalbt haben und die alten Tiere weiterhin gesund und leistungsstark waren. Dabei ergab sich ein Problem in unserer Milchkammerausstattung. Der 1250 Liter Milchtank und der 250 Liter Zweittank wurden zu klein. Wir mussten einen größeren gebrauchten Tank kaufen. Jetzt können wir 2450 Liter Milch lagern, bis der Molkereitankwagen alle 3 Tage kommt und die Milch nach Gronau zur Molkerei Söbbeke fährt. Es war ein aufregender Tag, als die Tanks ausgetauscht wurden. Da der neue Milchtank breiter ist als der alte, konnte er nicht durch die Milchkammertür geführt werden. Wir mussten das Türloch vergrößern, die Stützen verstellen und die Kühltechnik wieder gangbar machen. Am Abend, glücklicherweise pünktlich zur nächsten Melkzeit, war es geschafft. Der neue Milchtank konnte befüllt werden.

Pünktlich fürs Mistfahren haben wir uns einen neuen Hoftrecker gekauft. Der alte konnte unseren neuen, größeren Miststreuer nicht mehr befüllen. Auch hat er seine Betriebsstunden gelaufen und ein stattliches Alter und daher wuchs bei uns im letzten Jahr die Entscheidung für einen Austausch des Fahrzeugs. Jetzt müssen wir uns erst wieder an die Maschine gewöhnen, an seine Länge, Breite und Höhe. Die ersten Kinderkrankheiten sind auch schon aufgetreten, sodass Reparaturen nötig sind. Langweilig wird es dabei nicht.

Das trockene Wetter zum Ende des Monats konnte genutzt werden um den restlichen Kartoffelacker zu pflügen. Dies ist dieses Jahr früher nötig, da der Hagel letztes Jahr viele Körner ausgeschlagen hatte, die übern Herbst gewachsen sind und nun einen hohen Strohanteil im Aufwuchs bilden. Die Regenwürmer müssen es noch verdauen, sonst schadet es den Kartoffeln. Die ersten, ganz frühen Kartoffeln sind bereits seit zwei Wochen in der Erde.

Wir wünschen Ihnen einen bunten März!

Ihre Familie Vollmer

Hofnachrichten Februar 2014Der erste Monat des neuen Jahres liegt hinter uns.

In dieser Zeit ist unser 2,7jähriger Bulle Rudi ausgezogen. Mit seiner beeindruckenden Größe und seinem Alter wurde es langsam Zeit, ihn aus unserem Rinderstall ausziehen zu lassen. Oft ist es so, dass mit zunehmenden Alter die Aggressivität der männlichen Rinder zunimmt und sie sich von uns Menschen nicht mehr einschüchtern lassen. Da der Bauer in aller Regel nicht über 700 kg wiegt, ist der Bulle der stärkere von beiden und das findet er mit der Zeit auch heraus. Rudi ist aber noch ganz lieb. Er ist nur für die kleineren Rinder zu schwer. Das Futter ist auch in diesem Jahr begrenzt. Als dann eine Anfrage kam, ob jemand einen durchsetzungsfähigen, schon geübten Deckbullen hat, fanden wir das eine sehr gute Lösung. Jetzt darf Rudi auf einem Biolandbetrieb in Bielefeld weiter seinen Dienst als Deckbulle verrichten. Wir waren mit seiner Arbeit sehr zufrieden.

Sein Nachfolger ist jetzt noch nicht einmal 1 Jahr alt und noch etwas klein geraten, um seine neue Aufgabe zu erfüllen. Er musste als Kälbchen erst durch eine Durchfallphase kommen und die Rinderflechte, die er von seinem Heimatbetrieb mitgebracht hatte, kostete ihn viel Energie, die er nicht zum Wachsen nutzen konnte. So wird in den nächsten Wochen auch auf unserem Hof wieder der Besamungstechniker seine Arbeit verrichten. Mit einer langen Pipette wird das frisch aufgetaute Sperma eines Zuchtbullen unserer Wahl in die Gebärmutter der Kuh gebracht. Von da an macht es sich auf den Weg in die Eileiter. Dort soll die Befruchtung mit der Eizelle dann stattfinden. Der Zuchtbulle wird von uns aus einem Katalog ausgesucht. Hier stehen die Eigenschaften und Leistungen seiner Töchter zusammengefasst als Richtwert für unsere Entscheidung zur Verfügung. Daten wie Milchleistung, Körperbau, Melkbarkeit, Fruchtbarkeit und Verlauf der Geburten werden zu so genannten Zuchtwerten zusammengefasst und sollen uns ein Bild des Bullen ermitteln.

Leider spielt heute die Zucht auf eine lange Leistungs- und somit Lebensdauer nicht im Mittelpunkt, und es ist für uns als Ökobetrieb nicht einfach, den richtigen Vater für unsere Frischgras fressenden Kälber bzw. späteren Kühe zu finden. Darum warten wir mit Freude auf den Tag, an dem unser „Socke“ das erste Mal eine Kuh bespringt und uns somit auf natürlichem Wege Kälbchen schenkt.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Februar! Bleiben Sie gesund!

Ihre Familie Vollmer

Januar 2014Zu schnell sind die ruhigen Tage über Weihnachten vergangen und ein neues Jahr, 2014, hat begonnen.

Der Dezember war, wie jeder Wintermonat, von der Arbeit im Stall geprägt. Die Kühe bekommen jetzt ihre komplette Winterfutterration. Wir haben unser Maissilo geöffnet und die Kühe fressen seither ca. 14 kg Mais pro Kuh und Tag. Dafür gibt es seit dem 2. Weihnachtsfeiertag keinen frischen Raps mehr im Trog, denn der Acker ist abgeerntet, dank der trockenen Herbstwitterung und der Erfindung von Gitterrädern. Durch die Gitterräder wird die Aufstandfläche des Traktors größer, und er sinkt nicht so schnell in den feuchten Boden ein, so dass der Acker länger befahrbar bleibt.

Es hat im letzten Monat viele Kälber gegeben. Acht Geburten wurden von erfahrenen Kühen und jungen Rindern vollbracht, dabei kamen 2 Kälber nicht mehr lebend zur Welt. Eines wurde zu früh geboren, das andere starb bereits im Mutterleib.

Eine unserer älteren Kühe starb nach einer Kolimastitis, eine schwer verlaufende Infektion im Euter, die sich rasch auf alle lebenswichtigen Organe ausbreitet. Eine weitere Kuh musste notgeschlachtet werden, weil sie sich bei der Geburt schwer am Sprunggelenk verletzt hatte und es keine Chance auf Heilung gab. Dies ist immer traurig, aber zum Leben gehört der Tod auch dazu, eben der Kreislauf des Lebens. Bei all diesen ernüchternden Vorfällen müssen wir uns immer wieder auf die vielen Ereignisse besinnen, die gut gehen. Wo uns Leben geschenkt wird, die Tiere wachsen und gedeihen und ein langes Leben genießen können.

Unsere Kälber bekommen in den ersten Lebenswochen dreimal täglich frische, 36°C warme Milch zu Saufen. Wichtig ist, dass die Kälber innerhalb der ersten 12 Stunden bei ihrer Mutter saufen können bzw. deren Milch im Eimer gereicht bekommen. Die Biestmilch enthält viele Abwehrstoffe, die den kleinen Tieren den Start ins Leben ungemein erleichtern. Erst trinken die Kälber 3 x täglich 2 l Milch. Diese Menge steigert sich innerhalb von 14 Tagen auf 3x täglich 4 l. Dazu bekommen die Kleinen dann etwas Heu zum Naschen. Erst mit ca. einem halben Jahr wird die Milchration wieder verringert und die Kälber ernähren sich vom Heu, im Sommer auch von frischem Weidegras.

Natürlich haben wir auch viel Zeit mit Weihnachtsvorbereitungen zugebracht. Die Familie ist groß, da muss gekocht und gebacken werden, Geschenke besorgt und Ordnung geschafft werden. Die Stalltechnik muss mit viel Aufmerksamkeit, vor allen in den Tagen vor Heilig Abend, im Auge behalten werden, damit dem gemütlichen Abend keine vermeidbaren Unfälle im Wege stehen.

In diesem Jahr ist alles glatt gelaufen!

Noch immer warten wir auf unseren gereinigten Dinkel, den wir im November nach Oelde gebracht haben. Der Kollege hatte im Sommer einen Betriebsunfall und hatte seinen Fuß schwer gequetscht, sodass er seinem Jahresarbeitspensum noch immer hinterher läuft. So müssen wir jede Woche, bevor wir unseren Bäcker mit Dinkel beliefern können, erst nach Oelde fahren und eine kleine, aufbereitete Portion abholen.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Januar und ein glückliches Jahr 2014 !

Ihre Familie Vollmer

Dezemberbrief 2013Bald nun ist Weihnachtszeit…

Das Jahr geht mit schnellen Schritten dem Ende entgegen.

Unsere Rinder mussten wir im letzten Monat aufstallen, da es auf den Weiden zu nass und kalt wurde und das letzte Gras abgefressen war. Jetzt sind die Ställe wieder voll belegt und die tägliche Arbeit mit Füttern, Misten und Einstreuen nimmt noch einmal zu. Rudi, unser Bulle, ist mittlerweile so dick geworden, dass sein massiver Nacken nicht mehr ins Fressgitter passt. Er nimmt die Mahlzeiten nun in der Abkalbefläche in seinem Gitter ein, damit wir uns sicher im Stall bewegen können, um Gesteinsmehl oder Stroh zu streuen und abzumisten.

Unseren Kühen füttern wir bereits eine vereinfachte Winterfütterung. Sie bekommen täglich 5 kg Landsberger Gemenge Silage (Kleegras-Wicke-Gemenge, das als Zwischenfrucht im Herbst angebaut und im Frühling darauf abgeschnitten und einsiliert wurde), 10 kg Kleegrassilage vom 1. Schnitt 2013, 10 kg Wiesengrassilage vom 1. Schnitt 2013, 6 kg Kleegrassilage vom 4. Schnitt 2013 und 8 kg einsilierte Wicke-Lupine-Zwischenfrucht oder 18 kg frisch geschnittenes Gras oder Futterraps (Das mähen ist nur bei trockenem Wetter möglich.) und 2kg aussortierte Kartoffeln. Dazu kommen, wie das ganze Jahr über, 1,5 kg Hafer-Sommergersten-Tritikale-Ackerbohnen- Flocken, die im Melkstand beim Melken gefüttert werden. Von dieser Futtermischung geben unsere 28 Kühe im Durchschnitt 16,8 Liter Milch am Tag.

Der letzte Teil unserer Dinkelernte wurde auf Anhänger verladen und nach Oelde gefahren. Dort wird der Dinkel entspelzt, gereinigt und in Säcke abgepackt, damit wir ihn in unserem Hofladen verkaufen können.

Bei dem kalten Wetter wird es wieder nötig, die Kartoffeln frostsicher zu lagern. Den größten Teil unserer Ernte haben wir bereits in unserem Kartoffelkeller (eine isolierte Kühlzelle, die im Winter frostsicher ist) eingelagert. Der Rest, der in diesem Jahr keinen Platz im Kartoffelkeller fand, muss auf der Deele bleiben. Deshalb haben wir die Deele mit Folie abgehängt, damit sie wärmer bleibt und notfalls frostfrei geheizt werden kann.

Unser Hallendach haben wir neu gedeckt, da die alten Dachplatten viele kleine Risse durch den Hagelschauer im Sommer zurückbehalten hatten.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder frisches, selbst gemachtes Sauerkraut im Laden.

Vor Weihnachten wird noch einmal ein Rind geschlachtet. Am 13. bzw. 20. Dezember wird der Rindfleischverkauf stattfinden.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit & einen gesunden Start ins neue Jahr!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief November 2013Ein bunter Monat ist vergangen, die Bäume werden immer kahler und können uns keinen Schutz mehr vor Regenschauern bieten.

Der Herbstmonat Oktober wurde bei uns durch die Obsternte und –konservierung, d.h. durch Einkochen, Einfrieren und Trocknen, geprägt. Dabei hatten wir tatkräftige Unterstützung durch Julia und Antonia, die uns über 3 Wochen besuchten, um ihr Schulpraktikum der Waldorfschule/Gummersbach zu absolvieren. Wieder waren wir Vollmers ganz begeistert vom Mut der jungen Leute, die auch beim Melken und Rindertreiben eine gute Figur machten und sich nicht einschüchtern ließen durch die Größe unserer Hoftiere. Die 15-jährigen Mädchen kontrollierten einmal täglich alle Rinderwiesen, schauten nach Wasser in den Tränken und dem Strom im Außendraht. Ein Glück für uns, denn eines Morgens klingelte das Telefon und Antonia meldete uns, dass einige unserer Rinder auf der alten Lippstädter Strasse frei herumliefen und wir zum Einfangen kommen müssten. Auch ein Anlieger hatte die 3 Tiere bereits entdeckt und kam uns zur Hilfe, um sie wieder einzufangen. Durch das schnelle Handeln wurde eine weitere Reise der Tiere verhindert und wir konnten wieder unserem Tagesgeschäft nachgehen.

Wieder mussten wir im Oktober unsere Rinder mehrfach umtreiben, damit ihnen das Futter nicht ausging. Die Kühe müssen mittlerweile im Stall bleiben. Auf den Wiesen ist es nass geworden und im Kuhstall haben wir angefangen, die Liegewiese einzustreuen. Die erste Grassilage aus dem Sommer haben wir in den Kuhstall geholt, um sie zusätzlich zum Frischgras und Stroh zu füttern. Jetzt verbringen wir wieder mehr Zeit im Kuhstall – Füttern, Melken, Abschieben, Einstreuen. Der Rinderstall wurde wieder von den untergestellten Maschinen befreit. Wenn die letzten Weiden leergefressen sind oder es zu nass wird, werden wir auch die Jungtiere aufstallen müssen.

Wir haben das letzte Wintergetreide gesät. Bei der Saatbettbereitung ging uns die Rüttelegge kaputt, sodass unsere alte Federzinkenegge wieder zum Einsatz kam, um den klutigen Boden feinkrümelig zu machen, damit das Korn gut eingebettet in der Erde liegen kann und genug Wasser, Halt und Nährstoffe bekommt. Auf dem lehmigen Boden in Batenhorst ist das Ackern oft ganz anders zu handhaben als auf unseren leichten Sandböden am Hof, sodass wir ganz neue Erfahrungen sammeln können. Der Dinkel wurde aus Versehen etwas dünner, d.h. weniger Körner/m², ausgesät als gewünscht. Wir warten mit Spannung auf das nächste Frühjahr und die Entwicklung der Kultur.

Das erste Sauerkraut haben wir gestampft. Jetzt muss der Sauerkrauttopf 3 Wochen warm stehen, damit der Kohl sauer vergären kann. Ende November wird es also frisches Sauerkraut geben.

Einen wohligen November wünschen wir Ihnen!

Ihre Familie Vollmer

Monatsbrief OktoberDer Herbst ist bei uns angekommen, die ersten Blätter fallen von den Bäumen und die Obstbäume laden zum Ernten ein. In diesem Jahr gab es gute Bedingungen für die Früchte auf unseren Wiesen. Die reichlichen Blüten im Frühjahr konnten sich, durch das Ausbleiben von Spätfrösten, zu dicken, gesunden Früchten entwickeln. Mirabellen, Pflaumen, Birnen und Äpfel hingen bzw. hängen reichlich an den gebogenen Ästen. In der Küche benötigen wir viel Zeit, um Pflaumen und Äpfel einzukochen und Pflaumen- und Apfelmus zu kochen für den Winter.

In der Scheune ist der Jungbauer noch immer fleißig mit der Kartoffelaufbereitung beschäftigt. Die restlichen Kartoffeln, die wir beim ersten Roden nicht mehr auf unsere Anhänger bekommen hatten, wurden geerntet. Bei der Vorsortierung werden dann alle faulen Knollen und die meisten mit Löchern ausgelesen. Die Kühe freuen sich über eine Erweiterung ihres Speiseplanes.

In diesem Jahr hatten wir das erste mal Probleme bei der Verfütterung von Kartoffeln. Läuse, eine Jungkuh, schaffte es nicht, die Kartoffel zu beißen, so gelangte die Knolle unzerkaut in die Speiseröhre, blieb dann stecken und verursachte einen Gasstau im Pansen, denn der Abluftweg war verstopft. Die Tierärztin musste uns zu Hilfe eilen und die festsitzende Knolle weiter schieben, um den Weg freizumachen. Die Erleichterung war der Kuh direkt anzusehen, das Gas entwich sofort, der Bauch wurde wieder dünner und uns viel ein Stein vom Herzen.

Wir haben wieder zwei kleine 25 kg Schweine eingestallt, die sich an Restmilch und Ausputzgetreide erfreuen und gut wachsen.

Die Rinder wurden alle 1-2mal umgetrieben. Der Zuwachs an Gras ist nicht mehr so groß, sodass die Weiden schneller leer gefressen sind.

Bei schönem Sonnenwetter konnten wir Ende September unseren 4. Grasschnitt machen und ihn in Wickelballen silieren. Dabei mussten die Ballen kleiner gemacht werden als im Sommer. Der Hoftrecker konnte die großen Ballen nicht mehr heben, denn sie waren durch mehr Feuchtigkeit viel schwerer.

Die Maisernte war in diesem Jahr sehr spannend, denn wir haben einen Teil des gehäckselten Maises ebenfalls in Rundballen gewickelt. 14 Maissilageballen stehen jetzt auf unserer Siloplatte und warten darauf, im nächsten Sommer verfüttert zu werden. Unser Maissilohaufen ist entsprechend kleiner ausgefallen und wird, so planen wir, in der kalten Jahreszeit geleert werden, damit es keinen Wärmeschimmelbefall gibt und Verluste vermieden werden können.

Im Garten beginnt die Vorbereitung für den Winter. Es wird aufgeräumt, Mist gedüngt, umgegraben. Die Rote Beete und Hokkaidos werden frisch geerntet und machen in den ersten kühlen Tagen Lust auf leckere Suppe.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Oktober!

Ihre Familie Vollmer

Septemberbrief 2013Wieder ist ein Monat vorüber und die Landschaft zeigt uns mit ihren freien Äckern (von den Maisfeldern abgesehen), dass wir uns dem Ende des Sommers nähern.

Wir haben unseren 3. Grasschnitt gemacht und die Futterreserven für den Winter sehen erst einmal gut aus.

Als letzte Dreschfrucht hatten wir im August noch die Ackerbohnen stehen. Zum ersten mal haben wir diese Frucht auf unserem Acker angebaut und wir haben mit Spannung beobachtet wie sie sich entwickelte. Da wir noch keinerlei Erfahrungen mit dem Ackerbohnenanbau hatten, waren wir nicht sicher, wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen war. Regelmäßig wurden Pflanzenproben mit nach Hause genommen und die Bohnen wurden aus den Schoten gepult, um herauszufinden, wie schwer bzw. leicht es geht. Nach dem Hagelschauer konnten wir eine schnelle Abreife feststellen und haben uns in der 33. KW getraut zu dreschen. Es fand sich neben den Bohnen sehr viel Unkrautsamen auf unserem Hänger wieder, das sofort ausgereinigt wurde. Letztlich waren wir mit unserer Ernte von 35 dt/ha erst einmal zufrieden, auch wenn die Menge eher unter dem Durchschnitt lag.

Auf den bereits beernteten und mit dem Grubber bearbeiteten Getreideäckern konnte teilweise schon wieder neuer Grassamen gesät werden. Die Futtergrundlage, für unsere Milchkühe im nächsten Jahr, kann sich in diesem Herbst etablieren und im Frühjahr gestärkt weiter wachsen.

Eine große Aufgabe in diesem Monat war die Kartoffelernte. Sie sollte nicht zu spät erfolgen, denn auch in diesem Jahr sind die Drahtwürmer sehr aktiv. Beim Roden des Sortenversuches konnten wir beobachten wie häufig sich die kleinen Erdenbewohner in die Kartoffeln gefressen hatten und ihre teilweise sehr tiefen Löchlein hinterließen. Wir durften keine Zeit verlieren. Mit zahlreicher Unterstützung, überwiegend junger Helfer, wurde der Sortenversuch in 2 Tagen per Hand ausgemacht und es war Platz geschaffen für die Kartoffelvollerntemaschine. Leider war uns das Wetter am Erntetag nicht ganz hold und unsere gesamte Kartoffelernte bekam eine Dusche. Jetzt müssen die Knollen erst wieder abtrocknen, damit sie im Lager nicht faulen. Die Erntemenge war in diesem Jahr recht groß, so dass jetzt, vor der ersten Vorsortierung, alle dunklen Ecken des Hofes mit Kartoffeln belegt sind, damit uns die Knollen nicht grün werden.

In unserem Garten ernten wir die ersten Hokkaidos.

Im September wird es wieder frisches Rindfleisch und Schweinefleisch geben. Vorbestellungen nehmen wir gerne noch entgegen.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen September!

Ihre Familie Vollmer

Augustnachrichten 2013Ein heißer Sommermonat liegt hinter uns und es ist einiges geschehen auf unserem Biohof.

Die Getreideernte hat begonnen, knapp 3 Wochen später als normal. Der Roggen ist bereits gedroschen und das Stroh wurde als Rundballen eingefahren und in unseren Strohhallen aufgestapelt. Im Winter brauchen wir es, um den Kühen und Rindern warme, weiche Betten zu machen. Der Dinkel ist ebenfalls vom Halm geholt und wartet noch darauf, in die Silos unserer Scheune geblasen zu werden. Das gesamte Getreide wird vom Anhänger erst einmal in die Trocknung geblasen. Hier wird es nachgetrocknet oder, wie es beim Roggen dieses Jahr der Fall war, mit frischer Luft durchblasen, damit es später nicht schwitzt und schimmelig werden kann. Bis auf den Dinkel läuft unser Getreide bei seinem Weg in die Trocknung über eine Reinigungsmaschine, hier werden Unkrautsamen und Bruchkörner ausgesiebt. Je weniger Feuchte in die Trocknung gelangt, umso schneller kann das Getreide in ein Silo gelassen werden und der nächste Anhänger kann entleert werden. Die Geschwindigkeit dieser Arbeitskette gibt unser Erntetempo vor, vom Wetter einmal abgesehen.

Es ist eine spannende und auch angespannte Zeit auf unserem Hof, denn nicht alles ist planbar, oft muss spontan gehandelt werden und immer wieder gehen die Blicke zum Wetterbericht und in den Himmel. Abgestimmt werden muss das Ganze dann noch mit dem Lohnunternehmen, die das Dreschen und z.T. Stroh- pressen mit ihren großen Maschinen für uns machen.

Unsere Kühe beobachten das rege Treiben auf dem Hof von der Weide aus, die sie noch immer Tag und Nacht abhüten dürfen. Im Stall bekommen sie nach dem Melken eine Hand voll Kleegras und ein bisschen Heu zum Fressen, sonst müssen sie sich mühsam ihr Gras Halm für Halm von der Wiese rupfen.

Der Hagelschlag, der auch Rheda-Wiedenbrück und Umgebung getroffen hat, ist auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen. An fast jedem Gebäude gibt es kleinere oder größere Schäden und vor allem im Gemüseland sind die Folgen der tennisballgroßen Himmelsgeschosse zu beobachten. Aber auch im Getreide sehen wir jetzt beim Ernten, dass einige Ähren vom Halm gebrochen und somit für uns verloren sind.

Auf unserem Kartoffelacker ernten wir noch immer per Hand, damit die empfindliche Schale der Kartoffeln nicht beschädigt wird. Zurzeit machen wir die bekannte Sorte Solara aus, die sich bisher in diesem Jahr gleichmäßig und gesund zeigt.

Im letzten Monat haben wir unsere alljährliche angekündigte Biokontrolle hinter uns gebracht, danach ist unser Hof auch für das nächste Jahr als Biolandbetrieb zugelassen. Spontane Kontrollen können und dürfen aber immer stattfinden.

Wir wünschen Ihnen einen genussreichen August!

Ihre Familie Vollmer

Julinachrichten 2013

(Unsere Kartoffeln in voller Blüte)

Ein sommerlicher Monat liegt hinter uns.

Unsere Rinder, die auf Grund des kalten Frühlings und damit geringen Graswuchses wieder eingestallt werden mussten, konnten wir im Juni wieder auf die Weiden treiben.

In diesem Jahr haben wir ein Rind, das sich gern lautstark bemerkbar macht und den umliegenden Nachbarn die Ruhe nimmt. Eigentlich begrüßt es nur andere Tiere. Es ist eine schwierige Aufgabe für uns, einen Weideplatz für dieses Tier zu finden, an dem es mit seinen Rufen niemanden stört oder es gar nicht erst ruft.

Nach der gelungenen 1. Silageernte haben wir unsere Mähwerke noch einmal zum Einsatz gebracht und einen Schlag Hafer-Gerste (mit Untersaat Gras und Alexandrinerklee) abgeschnitten und als GPS (Ganzpflanzensilage) ebenfalls in Rundballen einsiliert.

Den jungen Mais konnten wir striegeln. In den großen Mais sind wir mit der Hacke gefahren, um Unkräuter zu beseitigen und den Boden zu lüften. Dann haben wir das 1. Mal gehäufelt, um die Unkrautpflanzen in den Reihen zu verschütten. Das klappt auf diesem Schlag weniger gut, da wir reihenweise noch mal Mais nachgelegt haben, der noch klein ist und schnell verschüttet (3/4 vom nachgelegten haben die Fasanen allerdings schon raus gezogen auf der Suche nach leckerem, nicht mit Gift ummantelten Körnern); das ärgert dann doppelt.

Der alljährliche Kartoffeltag fand wieder statt. Mit 40 Bauern, Beratern und Züchtern ist das Interesse an dem hiesigen Kartoffelversuch ungebrochen vorhanden.

Wir haben begonnen, unsere frühen Kartoffeln zu ernten. Die Sorte Annabelle ist sehr schlecht im Ertrag und es lohnt sich kaum, die Knollen unter den Pflanzen auszugraben und aufzusuchen. (Auch hier zeigt das kalte Frühjahr Wirkung; in Niedersachsen sind einige Frühkartoffeln sogar erfroren.) Die Sorte Salome ist besser im Ertrag, allerdings lässt die Qualität stark zu wünschen übrig. Aus diesem Grund bieten wir neben der Normalsortierung auch die 2. Wahl für den halben Preis an.

In unserem Garten sind die ersten Zucchini und Frühlingszwiebeln geerntet. Der Mangold wächst und kann bereits geschnitten werden. Die ersten Erbsen sind dick genug zum pflücken und schmecken frisch aus der Schote wunderbar.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden Juli!

Ihre Familie Vollmer

Juninachrichten 2013(Wie schön im frisch geschnittenem Gras zu liegen!)

Ein außergewöhnlich kalter Mai liegt hinter uns, die Natur konnte bisher längst noch nicht alles aufholen.

Einen Teil unserer Rinder mussten wir wieder einstallen, da das Futter auf den Flächen nicht ausreichend nachwuchs und weitere Wiesen erst noch zur Winterfuttergewinnung geschnitten werden musste. Eine sehr ungeduldige Zeit, denn das Wetter wollte uns so schnell nicht den Gefallen tun und dauerhaft (über 3 bis 4 Tage) trocken werden.

Auf einem Acker konnten wir den ersten Mais legen. Die kleinen Pflanzen warten jetzt auf warme Temperaturen, damit die Nährstoffe im Boden umgesetzt werden und zum Wachsen zur Verfügung stehen. Um das zu unterstützen, haben wir zwischen den Maisreihen bereits einmal gehackt, wodurch der Boden belüftet und warm wird und ebenfalls die viel zu rasch wachsenden Unkräuter bekämpft wurden.

Auch in unseren Kartoffeln hat sich das Beikraut breit gemacht. Die lange feuchte Witterung hat dazu geführt, dass wir nicht mit dem Traktor auf dem Acker fahren und somit die Kartoffeldämme nicht striegeln konnten. Trotzdem wird es in den nächsten zwei Wochen die ersten frischen Kartoffeln geben.

Mit dem trockenen Wetter kam dann viel Arbeit auf einmal auf uns zu.

Der erste Grasschnitt für die Silagegewinnung ist gemacht, und da wir in diesem Jahr so spät dran sind, haben wir auch gleich die Wiesen zum Heuen mitgeschnitten. Jetzt hoffen wir auf eine trockene Woche, damit wir die Ernte gut in die Folie bzw. unter Dach bekommen.

In unserem Garten wurden die Erbsen gestockt und die Hokkaidopflanzen aus dem Mistbeet ins Freiland versetzt. Der Spinat ist geerntet, bevor er in die Blüte kam und die ersten Zucchinipflanzen sind bereits groß.

Unsere älteste Kuh Lexi ist letzte Woche mit 16 Jahren an Altersschwäche gestorben. In dieser Zeit hat sie uns 14 Kälber und über 100000 l Milch geschenkt, so dass sie uns ans Herz gewachsen ist. Wir werden sie vermissen.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Juni!

Ihre Familie Vollmer

Mainachrichten  2013Nun ist der Frühling eingekehrt, die Bäume blühen, auf den Äckern grünt und wächst es und die Sonne lockt die Kinder ohne Schuhe nach draußen.

Wir hatten im April wieder tatkräftige Hilfe durch zwei Praktikantinnen von der Waldorfschule aus Köln. Fiona und Jasna konnten bei uns am Leben und Arbeiten einer Bauernfamilie teilnehmen. Die beiden lernten das Melken, Rinder führen am Strick, Autoreifen wechseln, Kälberstricke binden, Trecker fahren und Abokisten packen und viele andere Tätigkeiten, auch das Kartoffeln pflanzen.

Neben unseren Verkaufssorten gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Versuch mit 24 unterschiedlichen Sorten für die Landwirtschaftskammer NRW auf unserem Acker. Die Frühkartoffeln, die wir Anfang März in den Boden gesteckt hatten, sind nicht erfroren und können jetzt mit der Wärme richtig los wachsen. Trotzdem wird die Kartoffelsaison in diesem Jahr etwas später beginnen wegen der langen kalten Witterung.

Unsere Silofutterreserven aus dem letzten Jahr haben sich in den letzten Wochen rapide verringert, gleichzeitig ist eine kurze Weide auch eine ertragreiche, bekömmliche und sehr gesunde, drum freuen wir uns doppelt, die Kühe ganztägig und auch abends nach dem Melken für 2 bis 3 Stunden auf der Weide fressen zu lassen. Die Nacht verbringen unsere Milchmacher weiterhin im warmen, trockenen Stall, da nachts weniger gefressen wird, aber mehrere Fladen gemacht werden (verringert die Weidefläche) und das so übrige Gras wachsen und Ende Mai für den Winter konserviert werden kann.

Damit auch die Jungtiere ihr Winterquartier verlassen konnten, mussten wir die Rinderweiden riegeln, d.h. die Zäune mussten kontrolliert und repariert werden.

In der letzten Woche durften dann auch die letzten Rinder den Stall verlassen. Aufgrund unserer kleinen Weiden sind die Jungtiergruppen weit verteilt, damit sie ausreichend Futter finden können. Den Tieren wird im Stall ein Strick um den Kopf gelegt, mit diesem werden sie für den Transport im Viehanhänger festgebunden und auf der Weide dann eine zeitlang von uns geführt. So können sie die Weiden und deren Begrenzungen (Zaun) in Ruhe kennen lernen und die Ausbruchgefahr verringert sich.

In unserem Haferbestand, den wir vermutlich als GPS (Ganzpflanzensilage) ernten wollen, haben wir Gras als Untersaat gesät. In die Ackerbohnen wurde als Nebenkultur Sommergerste gesät. Ein spannender Versuch, der den Ertrag auf der Fläche steigern soll.

Auch im Gartenland ist viel passiert. Die Zwiebeln sind gesteckt, der erste und zweite Spinat gesät, die ersten Zucchini stecken im Mistbeet und Petersilie wächst in Töpfen an. Jetzt warten wir gespannt auf regelmäßigen, nächtlichen warmen Regen, damit das Bodenleben durchstartet und so die benötigten Nährstoffe für die Pflanzen umbauen kann.

Wir wünschen Ihnen einen wohligen Mai!

Ihre Familie Vollmer

Hofbrief April 2013

Ein weiterer frostiger Monat in diesem Jahr liegt hinter uns, und wir warten mit Ungeduld auf zahlreiche wärmende Sonnentage (und warmen Regen).

Am ersten Märzwochenende haben wir unsere ersten Frühkartoffeln gelegt. Die vielen frostigen Tage danach waren daher für uns besonders hart. Noch wissen wir nicht, ob die im Boden liegenden Knollen die Kälte unbeschadet überstanden haben oder ob sich unter den Dämmen nur noch Kartoffelmatsch befindet. Der Großteil unsrer Pflanzkartoffeln steht noch zu Hause und wird bei sonnigem Wetter auf den Hof gefahren, damit die Knollen anfangen feste Keime zu bilden, die nach dem Kartoffellegen eine schnelle Entwicklung der Pflanze bewirken.

Mittlerweile war es uns auch möglich, auf dem Acker zu arbeiten. Die Felder für unsere Sommerrungen (Weizen, Hafer, Sommergerste) wurden gepflügt und teilweise geeggt. Dabei musste die Rüttelegge wieder repariert werden, was einige Zeit in Anspruch nahm. Die Ackerbohnen, die wir in diesem Jahr zum ersten Mal anbauen, konnten wir bereits in den Boden legen. In diesem Jahr ist die Natur einige Wochen hinterher. Für die Sommerkulturen wird es höchste Zeit, in den Boden zu kommen.

Auch unsere Milchkühe mussten in diesem Jahr drei Wochen länger auf ihren ersten Wiesenauslauf warten. Bei schönem Wetter gehen sie jetzt nachmittags für ein paar Stunden auf die Wiese. Zum Fressen finden sie dort allerdings noch recht wenig, denn die kalte Witterung hemmt das Graswachstum erheblich. Die Tiere erfreuen uns somit hauptsächlich damit die Maulwurfshaufen zu zertrampeln. Es wird auch wieder Zeit für das alljährliche Wiesenschleppen (die Erdhügel werden planiert, damit das Winterfutter beim mähen sauber bleibt). Es lohnt sich auf unseren Flächen wieder einmal lohnt, denn die Maulwürfe waren rege an der Arbeit,

Seit wenigen Tagen haben sich auch wieder kleine Schweine auf unseren Hof eingefunden und beleben die Deele mit ihrem Gegrunze.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen April!

Ihre Familie Vollmer

Hofbrief März 2013

Wieder liegt ein Wintermonat hinter uns und die sprießenden Schneeglöckchen machen uns bereits Geschmack auf den Frühling.

Wir haben uns vor allem über die frostigen Tage im Februar gefreut. Jetzt konnten wir den Mist aus Kuh- und Rinderstall ausfahren auf die sonst zu matschigen Ackerflächen.

Die Ackerfläche, die wir beim letzten Frost nicht mehr pflügen konnten, haben wir nun ohne schwere Fahrspuren hinterlassen zu haben „umgedreht“ und steht nach der Frostgare für die Frühjahresbearbeitung bereit. Nachdem wir das Mistfahren beendet hatten war plötzlich ein Miststreuerrad platt und es musste Ersatz beschafft werden, da kein Flicken mehr möglich war. Zum Glück waren wir mit der Arbeit fertig.

Auch das Güllelager konnten wir entleeren. Die meiste Gülle haben wir auf die Grünlandflächen gefahren. Das Gras wird sich bei zunehmenden Temperaturen über die Energiespritze freuen und kann zügig wachsen. Auch beim Gülle fahren war es wichtig, dass der Boden durch den Frost tragfähig war, da die Böden sonst oft zu nass sind für ein Überfahren, auch wenn unsere Gesamtgewichte im Verhältnis eher leicht sind.

Wir konnten teilweise Baumweidenschnitt, der noch in einer Wiese lag aufräumen, d.h. klein sägen und die Äste häckseln. Bevor wir diese Arbeit komplett fertig hatten, wurde es wieder wärmer und die Wiese zu feucht zum Befahren mit dem Trecker. Somit wartet dort noch ein weiterer Teil Arbeit auf uns, bevor dort in der nächsten Saison geerntet bzw. beweidet werden kann. Zuhause wurden die Hackschnitzel zum abtrocknen verstaut. Vorher mussten die trockenen Häckselreste aus dem letzten Jahr in Kisten verladen werden und umgelagert werden. Auch auf dem Hof muss Ordnung gehalten werden, damit alles seinen Platz finden kann.

Um bei zunehmender Trockenheit auf den Wiesen die Narbe zu Lüften, die vielen Maulwurfshaufen auseinander zuziehen und gleichzeitig nach zusähen, haben wir begonnen, unseren Ackerstriegel umzubauen bzw. umzustrukturieren. Er soll zukünftig mit einer Schleppschiene ausgerüstet werden, um auch für diese Arbeit einsetzbar zu sein. Hierbei war Erfindungsreichtum und die Freude am Basteln gefragt.

Anfang März wird es wieder frisches Rind- und Schweinefleisch geben.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden Start in den Frühling!

Ihre Familie Vollmer, die nun um die kleine Ina größer geworden ist.

Februar 2013Ein schneereicher Wintermonat ist vergangen.

Die für unsere Gegend satten Mengen an Schnee haben viel unserer Arbeitszeit in Anspruch genommen, denn es ist beachtlich, wie viel Schnee ein Hofplatz aufnehmen kann. Das erste Schneeschieben, bevor Autos, LKWs oder Traktoren darüber fahren, ist das wichtigste, um ein rutschfreies Ergebnis zu ermöglichen. Eine Daueraufgabe! Die Kinder waren begeistert von den kleinen Schneebergen, die sich am Hofrand bildeten und das Schlittenfahren zu Hause möglich machten.

Auch in unserem Rinderstall mussten wir Schnee schippen. Er flog durch die Verwehungen bis in die Liegeflächen und machte es dort zum Liegen eher ungemütlich. Gutes Einstreuen war in diesen Tagen sehr wichtig.

Das Pflügen auf frostigen Boden war mit dem Schnee dann auch nicht möglich, da der Boden unter der Schneedecke nicht mehr tragfähig war. Jetzt warten wir noch einmal auf kältere Tage um unsere schweren Böden umzudrehen und im Frühjahr schnell sähen zu können.

Unser Hoftraktor, der Weidemann, musste eine kleine Reparatur über sich ergehen lassen, damit er uns weiter zuverlässig jeden Tag die Laufflächen im Kuh- und Rinderstall sauber schieben, Silageballen in den Stall holen und Stroh in den Häcksler laden kann. Unsere Melkanlage hat ihre jährliche Inspektion bekommen, dabei wird vor allem der Druck bzw. das Vakuum überprüft, mit dem die Milch aus dem Euter gezogen wird und die Taktung der Pulsatoren kontrolliert, also die Gleichmäßigkeit des Melkvorgangs (die Bewegung in den Zitzengummis). Diese Kontrolle ist wichtig, damit die Tiere das Melken als angenehm empfinden können und keine Verletzungen an den Zitzen bekommen.

Unsere älteste Kuh Lexi, die in ihrem Leben schon über 100.000 l Milch gegeben hat, bekam in diesen Tagen ihr 14. Kälbchen und beide erfreuen sich bester Gesundheit.

Die Sortierung der festkochenden Kartoffeln Allians geht zu Ende. Bald wird es ausschließlich die 2. Wahl Linda als feste Sorte im Sortiment geben und einige Versuchskartoffeln. Die mittelfeste, viel verwendbare Sorte Solara steht noch ausreichend zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Februar, mit viel Gesundheit!